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Montag, 12. Juli 2010

Kamm-Bike-Cross am 11.07.2010

So, eins vorweg: Es war ein gebrauchter Tag und wohl etwas zu heiß für mich. Und so wird es eher ein Bade- als ein Rennbericht. Aber der Reihe nach.
Schon am Morgen war es sehr warm in Chemnitz, die Klima-Automatik im KFZ erfüllte im Dauerbetrieb ihren Zweck und der Motor hatte etwas mehr zu tun, da ich mal wieder spät dran war und das Gaspedal etwas mehr Richtung Bodenblech drücken musste. Doch alles lief glatt, auch geblitzt wurde ich nicht - hoffentlich. Schnell die Startunterlagen geholt und die Getränke bei Heike Renner untergebracht, ging’s dann auch schon los. Schon am ersten Anstieg Puls 191 und Mühe, die Spitzengruppe zu halten. Da war wohl was nicht in Ordnung mit dem Aßmannschen Organismus. Die Pumpe lief weiter auf Volllast immer am Drehzahlbegrenzer. Ich hatte bergauf heute null Druck, als wäre ich zwei Monate kein Rad gefahren. So musste ich die Spitzengruppe zunächst fahren lassen, kämpfte mich auf den Flachstücken und den Downhillpassagen wieder heran, um letztendlich am nächsten Anstieg gänzlich reißen zu lassen. Fahrer wie Danny Dittmann oder Teamkollege Siegbert zogen locker an mir vorbei. So eine Gülle. Jedenfalls war die erste Runde eine Katastrophe. Die zweite Schleife war zumindest gefühlt etwas besser, da ich nach ca. der Hälfte ziemlich schnell auf Siegbert auffuhr und wir zusammen den zweiten Teil der Runde abspulten. Zu allem Unglück verlor ich meine Trinkflasche und lief kurz vor Ende der Runde trocken. Siegbert, der souverän die 46 km gewann, reichte mir noch seine Flasche, so dass ich nicht einbrach. Heike übergab mir dann zwei volle Flaschen, wobei eine davon beizeiten leer war. Der Durst war groß. Für die Motivation außerordentlich zuträglich: In der Wechselzone kam mir das Führungstrio um die Fahrer Heinke, Stark und Wauschkuhn mit ca. 7 min Vorsprung entgegen. Super. Mit dickem Hals fuhr ich weiter immer in der Angst, von hinten eingeholt zu werden. Ich bummelte zwar nicht, doch von brachialem Druck auf der Kurbel war ich weit entfernt. So tingelte ich bei sehr hohem Puls auch die dritte Runde ab und kam mit knapp 12(!) Minuten Rückstand auf Sieger Sascha ins Ziel. Ich hatte weder Defekte noch irgendwelche Stürze, noch sonst irgendwas. Unfassbar und beschämend. Das muss ich erst mal verarbeiten. Im Ziel war mir dann noch schlecht, so dass ich erst mal Schatten suchen musste. Getrunken habe ich dort ca. zwei Liter. Das letzte Mal, dass ich so zu Fuß ging, war 2006 beim Marathon in Mertendorf. Hitze ähnlich und Endspiel Fußball-WM. Welch Parallelen. Na ja, schnell abhaken und vergessen.
Wenigstens war es anschließend im Freibad ganz witzig. Zusammen mit dem Waldmeister und seiner Freundin Susann, Sebastian Stark und Bastian Wauschkuhn ging es dann ab zum Planschen, Wauschi und Starki mangels Badehose in Schlüpfern. Da wir Vier hin und wieder auch bei Sonnenschein trainieren und eigentlich so gut wie nie in der Sonne liegen, sahen wir etwas scheiße aus. Weißer Körperkern mit dunkelbraunen Strapsen. Den Vogel schoss aber Wauschi ab, dessen Rumpf jahrelang keine Sonne gesehen zu haben schien, seine Extremitäten dafür täglich. Und dann noch völlig schmerzfrei in Schlüpfern. Wie Godzilla vor der Silberhochzeit mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein stapfte er von der Umkleide zu unserem Liegeplatz. Damit amüsierte er das halbe Freibad. Ein Bild für die Götter. Wir beruhigten die umliegenden Personen, Wauschi hätte man erst gestern entlassen bzw. es würde sich nicht um eine Hautkrankheit handeln. Aber wir drei anderen Häuter sahen ja auch nicht viel besser aus. Einzig Susann glänzte mit perfektem Body. Alles sehr lustig. Beim Schwimmen wurde ich dann schon zum zweiten Mal für heute von Wauschi versägt, Starki war ständig am Tauchen wegen der fiesen Bremsen und ich hatte beim Schwimmen einen Krampf im Fuß. Genial. Sascha und Susann schwammen nicht so „weit“ raus. Wauschi, Starki und ich unterhielten uns ferner permanent über die reichlich vorhandenen Damen am Strand – nee, Scherz, es ging mal wieder um Technik am Rad, Leistungsgewicht an der anaeroben Schwelle sowie Sinn und Unsinn von Eiweißshakes. Einfach nicht auszuhalten mit uns. Doch zwischendurch riskierte ich einen sanften Grabsch an Susanns großem Zeh, der vom Waldmeister entdeckt und mit einem Faustschlag auf meinen Oberarm „belohnt“ wurde. Cheise. Ein ereignisreicher Tag neigte sich so dem Ende. Fazit: Nur der Audi in Normalform und Güdö für Hitzerennen nicht geeignet.
Danke an Heike Renner fürs Flaschenreichen und Fam. Renner sen., Isabel K., Matthias „Kolibri“ Müller und Susann für die Pics. Bis bald. Freundschaft.

Kommentare:

Bastian hat gesagt…

Man hätte es nicht treffender beschreiben können. Einfach köstlich.

sascha n hat gesagt…

Bei der Blässe muss man mutmaßen, dass ihr euch nun heftig die Oberkörper verbrutzelt habt...

Anonym hat gesagt…

Spaßfaktor bei 100. Die Freibadbesucher haben waren unterhalten wie schon lang nicht mehr!