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Mittwoch, 13. September 2017

1. Lödlaer Bike-Marathon am 09.09.17

Der GBM wurde zwei Wochen nach hinten verlegt. Dadurch ist das zweite Septemberwochenende frei. Oder auch nicht. Ich stelle mich sehr, sehr kurzfristig an den Start beim 1. Lödlaer Bike-Marathon, ein Ableger des Halden-Bike-Marathons in Löbichau. Auch wenn die Form eher Grütze ist, versuchen kann man’s ja noch mal. Ich wähle nicht die 100, sondern die 50 km.
Die Meute am Start ist überschaubar, aber auf dem Fuffi starten immerhin die meisten Heizer. Auf dem Hunderter sind es gar nur vier. Es gibt also mehr Streckenposten als Fahrer. Hat man auch nicht so oft.


Pünktlich nach dem Mittag knallt die Pistole des Pistoleros. Schnell haben sich vier Leute aus dem Staub gemacht, und dieses Mal zähle ich erfreulicherweise dazu. Nach dem zweiten Anstieg sind wir nur noch zu dritt, auf einem ekligen Gegenwindflachstück nur noch zu zweit. Allerdings fährt vor uns Bret Janschneider, für den Gegenwind keine Rolle zu spielen scheint. Er drückt ordentlich drauf, zu viel für meine Stäbchenwaden. Mit Thomas Peschke von den Stein-Bikern absolviere ich den Rest der ersten Runde, die im letzten Abschnitt sehr XCO-lastig ausgelegt ist und gute Traktion und etwas Fahrtechnik verlangt. Ersteres habe ich, über das andere reden wir nicht. Zur Rundendurchfahrt verbottelt uns beide Frau Peschke. Dafür ein dickes Dankeschön.

Bret Janschneider beginnt etwas mehr als eine Minute vor uns Runde zwei. Inzwischen tröpfelt es ein wenig, doch winden tut es ordentlich. An einer kurzen Rampe geht mir Thomas nach hinten verloren. Ich merke das erst etwas später, weil ich noch recht gesittet den Col hochgeleiert bin. Von nun an orientiere ich mich ganz optimistisch nach vorne, denn wie immer fangen meine Hufe erst nach einer Stunde an zu arbeiten. Ich komme Bret immer näher, bis mir 10 km vor dem Ziel die Luft im Vorderreifen sukzessive verloren geht. Von nun an orientiere ich mich ganz pessimistisch nach hinten, denn wie immer fängt das Rad an zu schlingern, wenn es Luft lässt. Ich muss abwägen, nachzupumpen und von Thomas kassiert zu werden oder wie auf Eiern weiterzufahren. Das wäre nicht das erste Mal dieses Jahr. Ich entscheide mich für Variante zwei und trete auf den Geraden, was geht, während ich bergab sehr vorsichtig fahren muss wegen massiven Untersteuerns. Liebe Damen, Untersteuern ist, wenn das Rad trotz Einlenkens des Vorderrades geradeaus fährt, sprich über die Vorderräder schiebt. Leider knalle ich in einer Rechtskurve frontal gegen einen Baum, weil ich halt geradeaus steche, und wenig später in einer Linkskurve gehe ich aus demselben Grund gänzlich ab vom Bike und rolle hinab in einen Bombentrichter oder so was Ähnliches, weil das Rad nicht auf meine Lenkbefehle gehorcht. Ich krabbele schnell wieder empor, nehme meine neben mir liegende Radbrille zwischen die Kauleisten und fahre nun auf der Felge als Zweiter ins Ziel mit zwei Minuten Rückstand auf Bret. Schade, aber 2017 ist nicht mein Jahr. Thomas kommt drei Minuten nach mir an. Da hätte ich mir beim Bombentrichteremporklettern etwas mehr Zeit nehmen, noch paar Pilze suchen und mich noch etwas säubern können vom Dreck.

Auf den 100 km kommen nur drei Leute ins Ziel. Das ist eine Ausfallquote von 25%. Benjamin bzw. Michael bzw. Benjamin Michael siegt deutlich vor dem Bruchpiloten und havarierten Ronny Schmidt und Herrn Denny Dreßler. Sicher sein erstes Mal, Letzter zu werden und trotzdem Preisgeld zu kassieren. ;-) Schauen wir mal, ob und wie es das nächste Jahr terminlich reinpasst, das kleine, aber feine Rennen in Lödla.

Nun denn Glück auf bis Eierstock!

Ergebnisse: hier.

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