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Mittwoch, 9. Februar 2011

Mein Körper braucht Erholung

Ich bin’s mal wieder. Nach langer Zeit keine so guten Nachrichten. Vor rund zwei Wochen hat’s mir schön den Stecker gezogen. Seitdem bin ich AU geschrieben. Tendenz geht in Richtung Burn-Out-Syndrom, aber mal schauen. Ich bin momentan kaum leistungsfähig und kann auch nicht lange vorm PC sitzen oder mich vernünftig konzentrieren. Panikattacken etc. gehören zum Alltag und durchgeschlafen habe ich auch seit vielen, vielen Wochen kein einziges Mal mehr. Die Medikamente tun ihr Übriges, die Nebenwirkungen sind absolute Gülle. Und ich bin nun knapp vier Kilo leichter. Was sich letztes Jahr schon andeutete, hat sich nun leider so richtig bei mir breitgemacht. Im 15. Jahr Leistungssport gepaart mit Uni- oder später Jobtätigkeit fordert jetzt der Körper seinen Tribut und schreit nach Erholung. Die werde ich mir gönnen (müssen). Auch eine Rehabilitationskur schwirrt im Raum herum. Ich hoffe, bald wieder fit zu sein, werde mich aber auf gar keinen Fall unter Druck setzen. Ich fahre erst wieder Attacke, wenn Körper und Geist fit sind, und keinen Tag vorher. Das kann Wochen oder auch Monate dauern (siehe Sven Hannawald). Nichtsdestotrotz werde ich kleinere Runden auf dem Bike oder den Skiern drehen, um halbwegs fit zu bleiben und auf andere Gedanken zu kommen. Also bitte nicht wundern, wenn ihr mich irgendwo herumeiern seht. Und keine Angst, ich bin harmlos und beiße nicht.
Um meinem Gemüt und meinem Schlaf Gutes zu tun, habe ich mir nach fünf Jahren Bedenkzeit endlich einen LED-LCD-Fernseher der neuesten Generation (3D) besorgt, und auch ein neues Bett mit 7-Zonen-Matratze erleichterte meinen Geldbeutel um ein paar Cent. Mein Traum ist, endlich wieder durchzuschlafen. Einen kleinen Erfolg gab es schon in der ersten Nacht: Ich wachte ohne Rückenschmerzen auf. Genial.
Nun denn, hört auf euren Körper, aber trainiert fleißig, denn ich komme wieder! Der Güdö.

Dienstag, 18. Januar 2011

Der Schnee ist weg

Kaum fuhren noch vor zwei Wochen Rumen V., Sascha H. und ich durch die Geyerischen Fichten und machten die Loipen unsicher, liegt Stand heute schon überhaupt kein Schnee mehr. Das bedeutete: Nach etlichen Wochen auf den Skating-Brettern und der Rolle saß ich die letzten beiden Weekends endlich mal wieder auf dem Sattel eines draußen, also an der Frischluft befindlichen Rades. Welch’ ein Gefühl. Ich habe es trotzdem nicht übertrieben und bin Umfänge nicht länger als 4:15 Stunden geradelt, aufgrund der Kürze aber etwas zügiger. Die recht intensiven Skating-Einheiten die Wochen zuvor haben mir konditionell recht gut getan. Doch Schmerzen an beiden Füßen und der linken Schulter vom Anschieben habe ich blöderweise bis heute. Ich stehe für meine Verhältnisse solide im Futter und habe auch etwas an Gewicht eingebüßt - am Körper versteht sich.
Letzten Sonntag musste aufgrund der fast trockenen Straßen der Crosser mit 32er Semislicks und Raceblades herhalten. Der Unterschied zum Winterrad machte sich deutlich bemerkbar, so dass ich auf einer längeren Abfahrt eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 201,2 km/h erzielte. Der Tacho hatte dort vermutlich den dreifachen Raddurchmesser zur Berechnung herangezogen bzw. wollte mir Mut machen, die Tour de France 2011 doch noch in Angriff zu nehmen. Na ja, Irren ist männlich. Um einen Plattfuß kam ich dennoch trotz dicker Reifen nicht herum. Dank meiner Faulheit zu flicken, habe ich den Schleicher 30 km lang bewusst und konsequent ignoriert und konnte so die Kraftkomponente forcieren. Letztendlich war die Luft ganz raus und ich musste runter vom Bock. Ging alles ziemlich fix, nur die Minipumpe mit Minihub ließ mich noch mal in den EB-Bereich vordringen. Ein paar Kurbelumdrehungen später holte ich im Jahnsdorfer Kreisverkehr beinahe den Siegbert vom Rad. Er und die Mitstreiter um den Baumgärtellutz, Dani Storch, Matthias-Ich-habe-einen-Puls-wie-ein-Hamster-im-Laufrad-Müller und ein grüner Rennradfahrer hatten leider Vorfahrt, so dass ich ordentlich in die Eisen musste. Wer schon mal Crosser gefahren ist, weiß, wie sich das Teil vorne aufschaukeln kann. Aber unser Siegbert kam mit dem Schrecken davon. Gemütlich ging es dann durch das eine oder andere Schlagloch zurück nach Chemnitz, wo ich Frau Storch fast bis nach Hause begleitete.
Auf Krafteinheiten im Studio muss ich zurzeit noch verzichten, ums Knie zu schonen; ich bin momentan seit längerem schmerzfrei und das soll vorerst so bleiben - zumindest bis zum Trainingslager im März. Die Vorbereitungen laufen zwar etwas träge, doch bin ich zuversichtlich, noch was Kurzfristiges zu finden. Denke, es wird wieder irgendeine Insel werden und falls es nicht klappen sollte, wird halt hier in Germany trainiert.
So, das war’s vorerst wieder vom Güdö. In alter Frische, bis die Tage.
 
Sonntagsrunde mit Intervalltraining


Mittwoch, 29. Dezember 2010

Weihnachten ist vorbei

Nun denn, ich bin wieder vorhanden. Lange nix geschrieben, weil fast nix los war. Der Winter setzt meinem Gemüt etwas zu und die Lust, was zu schreiben, leidet ein wenig darunter.
Jedenfalls laufen Nase und Training mittelmäßig. In der Woche strample ich auf der besch… Rolle herum, am Weekend ab und zu auf den Brettern. Und beim Skaten habe ich mir auch prompt die erste heftige Erkältung in 2010 eingefangen, und zwar schön vor Weihnachten. Sieben Tage Grippe, einer davon fiebrig im Bett. Seit ein paar Tagen geht’s wieder besser, so dass die Trainingsintensität nach oben geht. Über die Feiertage musste ich piano machen und Rolle fahren. Auch die Gans und das Essen drum herum fielen für mich in Ermangelung an Fitness etwas weniger großzügig aus als sonst. Die Waage dankt es mir hoffentlich. Geschmeckt habe ich leider auch nicht viel, weil die Nase dicht war.
In meiner Meditationsphase die letzten Wochen habe ich mir auch gleich mal eine recht professionelle Ski-Werkstatt eingerichtet – mit allem drum und dran, was man für Amateur-Skating halt so braucht. Nun wachse ich die Teile selber und muss sie nicht immer wegschaffen, weil’s teuer ist, über eine Woche dauert und einfach nervt. Nach jeder Trainingseinheit wird jetzt fleißig gewachst. Ich war in der Präparationslehre beim Laufsportladen und bei YouTube und muss sagen, dass die Dinger recht gut gehen. Würde ich so was wie Fahrtechnik besitzen, dann wäre ich den Ruf als Pistenrowdy endlich los und sicher auch flott unterwegs. Doch ohne Sturz oder Rangeleien komme ich immer noch nicht durch und alles sieht sehr wacklig aus. Und was mich am meisten stört, ist die Ausbelastung fast komplett im SB-Bereich, ohne richtig schnell zu sein. Ein Durchschnittspuls von 174 bpm bei einem Maximalpuls von 185 Schlägen über 2,5 bis 3 Stunden gleicht einem kurzen MTB-Marathon. Doch nur so komme ich einigermaßen vorwärts. Und mein linker Arm tut weh vom Anschieben, mein rechter nicht. Hhm, wird links bestimmt ein Tennisarm werden.

Wettkampfbelastung

Nun gut, jetzt noch heile ins neue Jahr kommen und dann schaun mer mal. Und bei den jetzigen Schneeverhältnissen nicht zu dicht an den Straßenrand stellen! Einen guten Rutsch wünscht der Güdö.


Mittwoch, 8. Dezember 2010

Engelbert Humpelding

Das Wetter draußen ist besch…, und auf Arbeit gibt’s auch viel zu tun – kaum Zeit fürs Training unter der Woche. Da ich (noch) keinen Bock auf langweiliges Training auf der Rolle habe, bin ich halt mal die eine oder andere Stunde um den Block gelaufen, also gerannt, und zwar in zehn Jahre alten Laufschuhen, bei denen sich in der Zwischenzeit die Weichmacher aus der Sohle gänzlich verabschiedet zu haben scheinen. Jedenfalls bin ich nach 16(!) Jahren mal wieder schneller als 10 km/h gejoggt. Und es war jedes Mal eine Tortour. An der Kondition lag’s nicht, sondern an den Schmerzen in Wade und vor allem in beiden Knien. Sind ja auch schon operiert … Mehr als eine Stunde Laufen grenzt an Selbstverstümmelung. Zurzeit schmiere ich das rechte Knie fleißig mit Voltaren ein und hoffe, das wieder in den Griff zu bekommen, ohne das Skalpell ranlassen zu müssen. Meine Kolleginnen nehmen auch schon Rücksicht, wenn ich wegen der Schmerzen humpelnd zum Mittagessen schleichen muss. Ich werde mir vermutlich eine andere ungefährlichere Ausgleichssportart suchen – vielleicht Gruppenhäkeln oder Olympiaringe-in-den-Schnee-pinkeln oder eben mal das im Video.


Am Weekend habe ich es sogar geschafft, bei Pulverschnee einige Stunden auf dem MTB zu trainieren – Sturz aufs rechte Knie bei knapp 40 km/h mit 10 Metern Bremsweg auf allen Vieren und fragenden Blicken verhasster Nordic Walker, die mal wieder nicht ausweichen wollten, inklusive. Nun ja, was tut man nicht alles für die Traumfigur. Sollte dann irgendwann mal meine semiprofessionelle Skiwachsausrüstung mit allem drum und dran eintreffen, dann werde ich sicher wieder die Geyerischen Wälder unsicher machen und einige Schlaglöcher in der Piste hinterlassen. Also Vorsicht!
Nun denn, haltet die Ohren steif, was bei der Dürre da draußen nicht allzu schwer sein dürfte. Ski heil!


Mittwoch, 24. November 2010

Weit weg von Toppform

So, ich mal wieder. Viele haben ihr Training schon begonnen, berichten bei Facebook über ihre Trainingserfolge oder streiten sich dort über die Art und Weise des Trainings. Zurzeit kann ich da leider nicht mitreden, weil ich nur am WE etwas Zeit fürs Training habe. Die Quittung kommt prompt. Zwei Kilo mehr auf den Rippen und weit weg von Toppform. Und das Wetter ist auch Gülle. Schöner Mist, da muss ich nun wohl doch die gehasste Rolle aufbauen, um nicht das hier machen zu müssen:


Zu diesem Unmut kam mir letzte Woche eine Anzeige wegen Falschparkens gerade recht. Ein liebenswerter Rentner (die Vermutung liegt wegen der Anrede und seines Nachnamens nahe) hat mich bestimmt aus Langeweile beim Ordnungsamt wegen Falschparkens angezeigt und mich damit um stolze 35 EUR erleichtert. Vielen Dank, Opa, für die nette Tat. Ich bin mir sicher, dich durch die Anwesenheit des Audis bei deinen täglichen Aufgaben wie Zeitung lesen, Müll rausbringen, Brötchen kaufen, Sport gucken etc. massiv beeinträchtigt zu haben. Das tut mir aufrichtig leid und ich bin froh, ein wenig Abwechslung in dein Leben gebracht zu haben.
Themawechsel. Letzte Woche wurden auch die Weichen für die neue Saison gestellt. Ich bleibe dem Team von Biker und Boarder treu. Ein neues Scott-Bike soll meiner Motivation gut tun; das passende Rennrad ist auch schon unterwegs. Jetzt noch am Formaufbau arbeiten und alles müsste passen.
Solltet Ihr also unterwegs auf einen etwas dickeren Radfahrer treffen oder einen solchen überholen, dann grüßt schön, denn es könnte der Güdö sein! Bis demnächst.