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Montag, 15. Juni 2015

Genesungsphase

So, mal wieder ein paar Zeilen von mir. Der Arm lässt leichtes Gelände und Rennradeinheiten zu, hartes Gelände wie bspw. Malevil oder die Mad East Stand heute noch nicht. Während der Genesungsphase ereilte mich noch eine heftige Erkältung mit Husten, kurz darauf eine Mandelentzündung, danach Schnupfen. Das Jahr läuft also bisher recht suboptimal. Am letzten Wochenende bin ich – immer noch bissl angeschlagen – den Col-de-Fichtel-Radmarathon mitgerollert mit angezogener Handbremse. Mit 86 km ist er recht kurz und mit 1900 Hm nicht allzu heftig. Also ging’s auch wieder zügig auf dem Rad zurück. Ich weiß noch nicht, wann ich wieder aktiv ins Renngeschehen einsteigen kann, da ich es mir quasi nicht mehr erlauben darf, auf den nun zweimal operierten Ellenbogen zu knallen. Sonst wird mir vermutlich Haut vom Po transplantiert. Deswegen Daumen drücken für eine baldige, unfallfreie Rückkehr!

Montag, 20. Oktober 2014

Raus aus dem KH, rein in das KH

Nach fünf Tagen im Krankenhaus und zwei Wochen Krankschreibung darf ich seit heute (20.10.) wieder offiziell arbeiten, natürlich im selben Krankenhaus. Die letzten beiden schönen Tage am Wochenende nutzte ich zum "Einrollen". Das Ergebnis: ein Speichenbruch, ein Reifenplatzer, eine Wadenzerrung und Nackenschmerzen wegen der (nötigen) Fehlhaltung. Und beim Abgrillen im Garten habe ich noch eine Stuhllehne abgerissen. Ich bin eindeutig zu fett. Der linke Arm schmerzt bei jeder Erschütterung, die Narbe sieht aus wie bei Mary Shelley's Frankenstein, und ein paar andere Blessuren an Huf und Schulter muss ich auch noch auskurieren. Wann es wieder aufs MTB geht, weiß ich noch nicht, zumal mein Lenker ja gebrochen ist und ich auf den neuen warte.
Vielen Dank an dieser Stelle für die vielen Genesungswünsche und bis demnächst.

Dienstag, 20. März 2012

Die Formkurve zeigt langsam nach oben

Es fühlt sich zumindest so an. Im gesetzten Alter von 36 freut man(n) sich bereits über kleine Lichtblicke. Letztes WE bin ich endlich mal ohne Defekte vernünftig zum Trainieren gekommen, denn der Crosser blieb heuer im Keller und der Renner (nicht Onkel Hans Renner) kam seit August 2011 mal wieder zum Einsatz. Ging gut vorwärts, das Geschoss, und lässt einen vermuten, in Topform zu sein, allerdings nur, wenn der Wind von hinten kommt.
Sonntags habe ich dann mal bei Redbull.com reingeschaut, was die XCO-Profis so veranstalten. Sehr beachtlich, wie die um die Bäume und Felsbrocken ballerten. Ich habe mir mal erlaubt, folgendes Video vom XCO-Weltcup in Pietermaritzburg von Redbull.com hier einzubetten. Bitte mal etwas genauer hinschauen:


Es gibt sie zwar noch, die Exoten mit 26-Zoll-Laufrädern, aber man kann sie an einer, höchstens zwei Händen abzählen, scheint es mir. Die meisten (und größeren Leute) bevorzugen die 29er Variante, einige die 27,5er (650b), so wie der Sieger Nino Schurter, der auch nur so groß ist wie ich, aber halt doppelt so schnell.
Bei nun offensichtlich drei Laufrad-Standards stellen sich mir jetzt die Fragen: "Haste mit 26 Zoll überhaupt noch Chancen? Besorge ich mir fix noch ein 29er oder ist es mir zu groß? Bekomme ich 27,5er Laufräder in mein jetziges MTB rein? Oder fahre ich ab sofort nur noch Roller?" Keine leichte Entscheidung, vor allem - bis auf den Roller - keine billige.
Na ja, wenn nix dazwischen kommt, stehe ich am 7.4. erst mal mit dem Rennrad am Start des Sachsenringradrennens und werde sicher staunen, wie viele von meinen Gegnern dann mit 36-Zoll-Laufradsätzen unterwegs sein werden ...
Das Grübeln geht weiter. Euch gutes Training und bis demnächst!

Samstag, 7. Januar 2012

Weihnachten ist vorbei

Tschüss 2011, hallo 2012. Gott sei Dank sind Weihnachten und Neujahr vorbei. Das Gefresse, Faulenzen, Dickerwerden usw. sind Geschichte. Endlich wieder arbeiten und Überstunden machen. Ein Traum.
Die Feiertage verbrachte ich mit mir selbst daheim, bei den Ellies oder in nördlicheren Gefilden. Sehr ruhig, keine Party, vernünftiges Herumgerolle auf dem Crossrad und anderweitige Beschäftigungen, die es dem Hüftspeck schwer machten, richtig Fuß zu fassen. Soll heißen, ich habe mein Gewicht in etwa gehalten. Der Alltag hat mich aber inzwischen wieder, wie immer gibt's viel zu tun at work und das Wetter ist auch nicht gerade prickelnd. Da ich keine Lust habe, auf der Rolle zu trainieren, werde ich sicher ab und zu mal die Laufschuhe anziehen oder die eine oder andere Intensität einbauen, wenn es mit dem Rad zur Arbeit und von derselben wieder heimwärts geht. Die Motivation lässt mich immer mehr im Stich, aber ich bin auch nicht mehr der Jüngste, wenn ich meine persönlichen Daten im Ausweis anschaue. Gruselig.
Wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue, bekomme ich das K... Ich werde wohl dann wieder in meine Laufschuhe schlüpfen müssen und mich darauf vorbereiten, eine Woche lang Waden- und Oberschenkelschmerzen zu haben. Treibe Spocht oder bleibe gesund!
... Nachtrag: Güldi wieder rein vom Laufen. Mann, können 15 km quer durch die Pampa, bergauf und bergab, durch Schlamm und gegen den Wind, wehtun. Die armen Knochen. Die schönen Schuhe. Seufz. So, jetzt durchpusten (nicht durchpupsen) und aufs Abendessen freuen ...

Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachten steht vor der Tür

Ich bin's mal wieder seit längerer Zeit. Viel Arbeit, wenig Schlaf und recht wenig Freizeit: die Zutaten, die einen ordentlichen Trainingsrückstand ausmachen. Na ja, wen wundert's? Zum Jahreswechsel gibt's sehr viel zu tun auf Arbeit. Die Motivation, sich aufs Rad zu setzen, geschweige denn, Crossrennen zu fahren, hält sich sehr in Grenzen. Wenigstens passt das Wetter. Meistens. Momentan steht der Radspocht bei mir nicht im Vordergrund, und das ist ganz gut so. Man(n) gönnt sich halt auch mal was, und sei es nur Ruhe, denn es ist ja bald Weihnachten, habe ich gehört. Nächstes Jahr geht's wieder in die Vollen; der erste Schnee wird sicher auch bald kommen. Die Ski sind präpariert, die Bikes fast alle rennfertig, neue Winterräder am Kfz sind nach diversen Problemchen endlich auch montiert, soll heißen, dass das Material schon stimmig ist. Jetzt noch etwas am ollen Güdö feilen, dann kann's losgehen. Freude ...

Dienstag, 1. November 2011

Back from the Kur

So, ich bin seit zwei Wochen daheim und die Nachwehen der Kur sind fast überstanden. Bin gleich im Anschluss wieder voll arbeiten gegangen und fahre ein wenig Rad, um einigermaßen dünn zu bleiben. Was fehlt mir? Na ja, die Massagen waren nicht schlecht und auch der Ausgleichssport mit den beiden Blondinen; die Therapien aber, die eigentlich gar nix brachten, vermisse ich überhaupt nicht.
Unterdessen traf ich nach einem geschlagenen Jahr mal wieder Carsten „Das Schwein“ Linke, seines Zeichens Schreck der Jedermannrennen. Er sieht immer noch so komisch aus wie früher, und auch neue Sturzwunden konnte er mir präsentieren. Es hat sich überhaupt nichts geändert. Na ja, aber Badminton wollen wir wieder gegeneinander spielen – sicher zu Ungunsten der Halleneinrichtung.
Crossrennen werde ich mal vorsichtshalber nicht fahren, zumal mir im Winterhalbjahr auch das Licht und die Zeit zum Training fehlen, von der nicht vorhandenen Motivation bei Schmuddelwetter mal ganz zu schweigen. Man(n) wird bequem im fortgeschrittenen Alter und kann sich auch mal anderen Dingen widmen – brünetten, blonden, schwarzhaarigen usw. ;-)

Mittwoch, 19. Oktober 2011

News from the Kur, Teil 6

Etwas früher als sonst und deutlich kürzer: der letzte Teil der Kur-Saga.
Ich bin wieder wohlbehalten zu Hause angekommen und habe es auch auf der Autobahn nicht übertrieben. Ein erster Kurerfolg stellte sich schon ein: die Entschleunigung. ;-)
Am letzten Wochenende nahm ich meine beiden Blondinen mit nach Lüneburg und einen Tag später nach Celle. Es waren zwei sehr schöne Ausflüge, die wider Erwarten ohne makabre Zwischenfälle vorübergingen. In Celle war nicht viel los, so dass wir eigentlich nur auf den Rathausturm geklettert sind und anschließend beim Griechen essen waren. Sehr lecker, der Gyros. Absolut empfehlenswert.
Am Samstagabend wurde dann wieder Tabu gespielt; ich blieb diesmal verschont von schlüpfrigen Begriffen. Das Ganze zog sich bis nach Mitternacht hin. Sonntags habe ich mit der jüngern Blondine DVD geschaut. „2012“ hieß der Blockbuster, wobei der Filmtitel wörtlich zu nehmen war.
Beim Abendessen zuvor verlor gottlob niemand seine Hosen, doch rammte mir eine meiner Tisch-SUDFJADs den Stuhl ins linke Knie. Diese SUDFJAD stand schon lange auf dem Index der Reha-Einrichtung. Sie hat einige Männer auf dem Gewissen. Dem einen knickte sie den Fuß um: Muskelfaserriss und sechs Wochen Pause. Dem anderen trat sie in die Wade: Gefäßverletzung inkl. Operation und Kurabbruch. Einem weiteren rammte sie ihren Ellenbogen in den Bauch und mir ihren Stuhl ins linke Knie. Sie wurde von uns nur noch „Der Killer“ genannt.
Montags gingen dann endlich wieder die Therapien los. Meine Lieblingstherapie war natürlich der Spocht. Unser kleinwüchsiger Spochtlehrer hatte dabei den Einfall, mit ca. dreißig Damen und wenigen Männern Völkerball zu spielen. Ich selbst war begeistert, endlich mal ein Mannschaftsspiel mitmachen zu dürfen. Schnell wurden die Mannschaften gebildet, die vorwiegend aus SUDFJADs bestanden. Der Spochtlehrer erklärte schnell die Spielregeln, und schon ging’s los, das Gebolze. Doch offensichtlich haben manche die Spielregeln nicht so richtig geschnallt. Die SUDFJADs schossen ihre eigenen Mitspielerinnen im eigenen Feld ab oder warfen den Ball nach hinten zum gegnerischen Strohmann, der sie daraufhin brutal abschoss. Oh Mann, schämte ich mich fremd. Ich selbst wurde wieder gebeten, nicht so straff zu schießen, da einige der SUDFJADs sündhaft teure Brillen trugen. Und obwohl es sich nur um ein harmloses Spiel handelte, wurde doch so mancher Ehrgeiz geweckt. Mich selbst erwischte es in Minute 20, als es eine der wenigen SUDDJADs auf mich abgesehen hatte, den Ball recht straff auf mich warf, ich den Ball spektakulär fangen wollte, mir dies völlig misslang und mein Einsatz in voller Breitseite auf dem Parkett endete. Natürlich war es wieder die linke Seite meines geschundenen Körpers. Folge: Sturzwunde von Salzwedel wieder offen und blutig sowie Prellung des linken Hüftgelenks. Da ich ja nun raus war, musste ich mich zurückschießen ins Spielfeld. Mit ordentlich Wut im Bauch bekam ich auch schon den Ball und ballerte ihn voller Wucht einer SUDFJAD zwischen die Beine. Das tat sicher weh, mir aber vorher auch, und ich war wieder im Spiel. Am Ende schoss ich auch noch den Strohmann der gegnerischen Mannschaft (eigentlich Strohpuppe) mit einem harten Treffer auf den Po ab. Das war der Sieg für unsere Mannschaft und ein blauer Fleck für die Strohpuppe.
Beim Badminton am Abend mit der jüngeren der beiden blonden SUDDJADs war ich dann aber quasi chancenlos wegen der Schmerzen. Dafür sind meine Nackenschmerzen endlich Geschichte, der Massage und Krankengymnastik sei Dank.
Nun nahte auch schon der Tag des Abschieds. Ich bekam sehr schöne Geschenke von meinen beiden Blondinen und ließ die eine SUDFJAD noch mal so richtig an mir rumknuddeln. Sie meinte, ich wäre aber auch so knuffig. Ich ließ es über mich ergehen und knuddelte selbst so um die fünfzehn Damen in wenigen Minuten. Wahnsinn, und das als introvertierter Dönerverkäufer.
Nun ja, was nehme ich mit von der Kur? Ein paar Schürfwunden, eine Prellung, ein paar neue Herzprobleme, etwas Panik deswegen, Missmut über die Ärzte dort und die Behandlungen, aber auch einige neue Kontakte, die ich ausschließlich mit Damen geknüpft habe, und die Erkenntnis, doch recht beliebt gewesen zu sein bei der Kur.
Jetzt bin ich wieder zu Hause, verfüge hier am NDW (Nabel der Welt) endlich wieder über Highspeed-Internet und genieße mein eigenes breites Bett, in dem ich beinahe perfekt geschlafen hätte, wenn mich heute früh beizeiten nicht eine der beiden Blondinen angerufen hätte, um sich nach meinem Status zu erkundigen. Nur ans Klo muss ich mich neu gewöhnen, sind die in Sachsen doch irgendwie viel tiefer gelegt als im Norden.
Ich werde mich nun in die Saisonpause verabschieden und hoffe, in der nächsten Zeit von Kuren verschont zu bleiben. Haltet die Ohren steif und bis demnächst in diesem Theater! Der Güdö.

Samstag, 15. Oktober 2011

News from the Kur, Teil 5

Nun denn, die Menopause scheint vorbei zu sein, denn es stehen wieder Betten vor den Zimmern … Zeit für den Wochenblog.
Letztes Wochenende war eher bescheidenes Wetter, also ging’s nur kurz aufs Rad und danach mit meinen beiden Blondinen nach Uelzen in zwei Spielwarenläden, auf den Hundertwasser-Bahnhof und in ein China-Schnell-Restaurant. Letzteres war wider Erwarten sehr zum Verweilen geeignet, da das Essen bestens schmeckte, es schön warm war und es draußen kübelte wie bekloppt. Im Hundertwasser-Bahnhof dagegen lief gerade eine Verfolgungsjagd. Der Kriminelle rannte mit drei Bierflaschen an mir vorbei und rief: „Scheiß Bullen.“ Die beiden „Bullen“ verfolgten ihn im Laufschritt. Sonst war’s eher unspektakulär. Abends probierten wir dann das gekaufte Spiel – Tabu hieß es – aus. Eher nix für mich, weil man da Begriffe erraten muss, ohne bestimmte Wörter zur Verfügung zu haben. Das gipfelte darin, dass ich den Begriff „Wunderlampe“ erklären musste, ohne die Worte Flaschengeist, Aladin, 1001 Nacht, Mr. Propper, Orient usw. verwenden zu dürfen. Wie erklärt man das? Nun ja, ich sagte: „Wenn man dran rubbelt, kommt was Großes raus.“ Cheise war’s, merkte ich alsbald. Nachdem das höllische Gelächter der fünf anwesenden SUDDJADs verebbt war, bekam ich dennoch keinen Punkt, da der Begriff NICHT erraten wurde. Wie soll ich das denn noch erklären, Mensch? Wieder mal ins Fettnäpfchen getreten.
Unterdessen hatten wir auch wieder Gruppentherapie. Eine Sitzung, die ich gar nicht leiden kann, weil’s dort eher deprimierend zugeht. Ich lockere die Therapie manchmal etwas auf und verarsche den Therapeuten, wenn er mich verarscht. Neulich bekam ich sogar Lob von den SUDFJADs in unserer Gruppe wegen meiner lockeren Art während der Therapie; die Eine (die Milchdrüsen-SUDFJAD) fand das so knuffig, dass sie mich knuffte, weil ich es ihr erlaubte. Die knufft mich sehr gerne, dünkt mich. Heute schon wieder.
Beim Plantschen im Pool (Kampfschwimmen) unter der Woche blieb ich noch eine Weile länger im Wasser, als es mein Stundenplan vorsah, also quasi illegal. Ich nahm noch an der Wasser-Rückenschule teil. Es waren dann ca. 25 SUDFJADs und einige SUDDJADs nebst einem Burni, also eine richtige SUDFJAD-Suppe. Wir bekamen jeder einen kurzen Besenstiel und ein stramm sitzendes Schaumgummidingsbums, was man auf den Stiel aufstecken musste. Wir sollten damit Übungen für den Oberkörper nach Anleitung machen. Das Schaumgummidingsbums erschwerte natürlich die ganze Sache wegen des Auftriebs. Irgendwann sollten wir damit auch das Angeln simulieren, besser gesagt, das Auswerfen der Rute. Ausgerechnet mein Schaumgummiteil saß recht locker auf dem Stiel. Ich warf die Rute und flutsch, flog das Schaumgummiding durch die 20-Meter-Halle einer SUDFJAD mitten auf ihre zwei Sturmbojen. Das Gelächter war sehr groß, doch mir war das Ganze sehr peinlich und ich fiel mal wieder negativ auf. Auch der Spochtlehrer meinte: „Aha, Sie schon wieder!“ Ich ließ mir anschließend einen neuen Stiel geben, auf dem das Teil besser saß. Kurz darauf mussten wir mit dem Schaumgummiteil unter Wasser ein Stampfen simulieren. Fragt mich nicht, wozu das gut ist, aber ich tat es. Wie gesagt, Gruppenzwang. Der Auftrieb von dem Teil war allerdings so enorm, dass mir der Besenstiel zwischen die Beine wanderte, mich Leichtgewicht aushob und eine Rolle im Wasser machen ließ. Ergebnis: Kopf unter Wasser, Beine oberhalb des Wassers, Stiel zwischen den Beinen. Das Gelächter war schon wieder groß. Ich mache das nicht absichtlich, im Gegenteil. Ich versuche, mich stets zusammenzureißen und nicht aufzufallen, doch irgendwie ziehen mich solche Missgeschicke an. Cheise ist das.
Am nächsten Tag kurz vorm Ende des Abendbrots kam eine dicke SUDFJAD mit ihrem Rollator vorbeigerollert und schien direkt an unserem Tisch die Trainingshosen zu verlieren, weil sie sich die Teile auf einmal schlagartig nach oben zog und rumfluchte. Ich fragte meine Tisch-SUDFJADs, ob die sich jetzt tatsächlich die Hosen hochgezogen hat und in Schlüppies (= Zelte) hierstand. Die fingen auf einmal fürchterlich an zu lachen. „Nee, die hat sich nur die Hosen zurechtgerückt, weil die beim Essen hochgerutscht sind.“ Mann oh Mann, eine Dicke in Schlüppies wäre beim Essen das Letzte gewesen. Zum Dank an meine Fehldeutung lag dann auch gleich wieder ein Zettel vom Arzt im Briefkasten, ich solle doch am folgenden Tag frühs, mittags und abends zur Blutdruck- und Pulskontrolle kommen. Das k… mich echt an, zumal ich da häufig Panik schiebe bei so was. Die delegieren mich auf meine letzten beiden Tage bestimmt doch noch in die Herzklinik nach Bad Bevensen. Der ganze Kuraufenthalt war geprägt von der Angst, einen Herzfehler zu haben, der daheim noch nie diagnostiziert wurde, und kurz vor der Abreise noch das. Ich sagte ja bereits, dass teilweise Truppenteile von Patienten von hier in die nahegelegene Herzklinik transportiert und untersucht werden. Da fließen sicher Gelder zwischen beiden Häusern … Die Kur war eigentlich völlig für den Arsch und hat die Sache nicht verbessert, im Gegenteil … Wenn also jemand zur Burni- oder Panikattackenkur nach Bad Bodenteich muss, Vorsicht! Man kommt hier als Gesunder an und geht u. U. als Schwerkranker. So in dieser Art beschwerte ich mich am folgenden Tag bei meinem Therapeuten, und siehe da, es geht doch. Er setzte das Blutdruckmessen und weitere durchaus mögliche Untersuchungen ab, nachdem ich ihm nochmals erklärte, Leistungssport zu betreiben.
Mein Abschlussgespräch dagegen führte ich übrigens mit einem bulgarischen Arzt und nicht mit meinem eigentlichen medizinischen Betreuer. Ich hatte mit dem Bulgaren noch nie ein Wort gewechselt. Und dann ist er auch noch Gynäkologe. Ich hatte seit über 36 Jahren keine Probleme mehr mit meinen Eierstöcken oder der Gebärmodder, und jetzt führe ich ein Abschlussgespräch mit einem Frauenarzt, der kaum Deutsch versteht? Was für ein Schwachsinn. Wenn ich sage, dass ich mit der Art und Weise, wie hier „therapiert“ wird, nicht einverstanden bin, schabt der mich zum Dank noch aus. Großartig. Na ja, ich habe mir mal vorsichtshalber den Hintern rasiert für alle Fälle …
Am Vorabend spielte ich zur Abwechslung wieder mal Badminton mit meinen zwei Lieblingsblondinen. Dumm nur, wenn ein Tischtennisball die Flugbahn meines Federballs kreuzt, der sehr dicke Tischtennisspieler dem Tischtennisball hinterhergeht, in die Schlagbahn meines Talbot-Badmintonschlägers gerät, mit dem ich gerade ganz fürchterlich aushole, um den Federball zu treffen, den Schlag voll durchziehe, um letztendlich nicht den Federball, sondern die Wampe des dicken Tischtennisspielers zu treffen, der zwischen Schläger und Federball gerät. Es machte fatsch, und die Halle tobte, doch dem Dicken machte der Volltreffer nix aus, im Gegenteil. Er fragte mich nur, ob mein Schläger noch ganz sei. Er war es glücklicherweise. Heute allerdings hatte der Dicke einen Abdruck vom Schläger auf seinem Bauch, sagte er mir. Die Dicken sind eigentlich ganz witzig und jammern nicht herum wie die Depris. Sie wohnen zumeist im Erdgeschoss, damit die Gebäudestatik nicht beeinträchtigt wird. Einer von denen hat in den letzten Wochen 70(!) Kilogramm abgenommen und wiegt jetzt nur noch lächerliche 200 Kilo. Respekt.
Was gab’s sonst noch? Ach ja, gestern wurde endlich nach drei Wochen meine Bettwäsche gewechselt. Nach einer Woche war sie ja schon blutig vom Arm. Besten Dank, denn ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet! Dann ist unser Tischkroate vorzeitig entlassen worden. Man hat ENDLICH gemerkt, dass es die völlig falsche Therapieeinrichtung ist für jemanden, der im Balkankrieg einen Bauch- und einen Beinschuss erhielt, viele schlimme Erinnerungen in sich trägt, traumatisiert ist und nicht gut Deutsch spricht. Seine letzten Worte waren so in etwa: „Alle Frauen scheiße sehen aus hier. Die sind so dick und dreckig, die brauchen eine Flex zum Zähneputzen.“ Wenn das schon ein Kroate sagt, auweia. Jedenfalls bin ich für ihn bei der progressiven Muskelentspannungstherapie eingetreten; die war toll, bis der Schlagbohrer nebenan wegen des Wasserrohrbruchs einsetzte und mich aus den Träumen riss. Außerdem pennte eine SUDFJAD ein und schnarchte. Ja, auch Frauen schnarchen. Die sind alle so müde hier, das geht gar nicht.
Und da ich jetzt auch müde bin und in wenigen Stunden mit zwei Blondinen nach Lüneburg oder Celle fahren werde, sage ich mal schnell tschüss bis demnächst. Euer Burni.

Freitag, 7. Oktober 2011

News from the Kur, Teil 4

Es ist schon wieder Freitag. Mensch, vergehen die Tage hier schnell. Und noch keine Betten vor den Zimmertüren? Was ist denn hier los? Menopause?
Letztes Wochenende habe ich mal etwas intensiver die Gegend erkundet. In Salzwedel habe ich dann auch prompt die Straße vermessen, besser gesagt, den Radweg. Es lag ein wenig Schotter in der Kurve, und da hat’s mich vom Bike gewedelt. Natürlich - wie immer - die linke Körperhälfte neu tapeziert und mit schön blutender Asphaltflechte zurück in die Herberge gedüst und selbst verarztet. Das Waschbecken sah nach dem Ausbürsten der Wunden aus wie Fury in the Slaughterhouse. Ich mache MarkUs WernEr langsam Konkurrenz, was Stürze angeht. Einen Tag später bin ich dann frei Schnauze in die andere Richtung geradelt und in Celle rausgekommen. Auf dem Rückweg musste ich feststellen, dass mein Orientierungssinn doch nicht mehr der allerbeste ist, und plötzlich Hannover und auch Hamburg ausgeschildert waren. Da hatte ich mich schön vertan, fand aber dank des Navi-Kompasses doch noch den Weg nach Hause. Die Tour wurde dadurch etwas länger.
Aber ich war nicht nur radeln, sondern auch mit dem Auto in der Pampa unterwegs. Lüneburg (LG) ist nur 60 km entfernt, und so dachte ich mir, fährste hin und guckste dir das Nest mal an. LG ist eine recht idyllische Stadt und war an diesem Tage bestens besucht. Ich unternahm u. a. einen Abstecher auf den sog. Wasserturm. Für wahnwitzige 3,90 EUR nahm ich aufgrund des Graukappengedränges vor dem Fahrstuhl die Treppe. Oben angekommen, bot sich ein fantastischer Blick über die Lüneburger Heide und Umgebung. Aber was waren das für merkwürdige Leute auf der Aussichtsplattform? Aha, es wurde gerade eine Hochzeit gefeiert. Aber wie sahen denn das Brautpaar und ein paar der Trauzeugen aus? Oh Cheise, ich war mitten in eine lesbische Hochzeit geraten. Das waren Frauen mit kurzen Haaren, Schlips und männlicher Stimme. Beim Brautpaar konnte man auch sehen, wer hier der „Mann“ war und wer die Frau. Ich schnell wieder runter und weg, bevor die mich noch als Blumenmädchen missbrauchten.
Unterdessen nähere ich mich in der Kureinrichtung der SUDDJAD-Zielgruppe an. Es sind zwei Blondinen, wobei eine 1,85 m misst. Es ist i. Ü. nicht Brigitte Nielsen. Die andere ist jünger als ich und sehr attraktiv. Na ja, habe sie beide im Audi mitgenommen, und wir sahen uns den Märchenpark in Salzwedel an und Salzwedels Innenstadt. Und abends duelliere ich mich mit beiden nun regelmäßig beim Badminton. Leider treffe ich immer noch diverse Weichteile und muss pro Treffer einen Riegel Kinderschokolade rausrücken. Cheise, nun habe ich bald keine mehr. Neulich schnappte ich mir die jüngere Blondine und fuhr mit ihr nach Uelzen, um einen vernünftigen Badmintonschläger zu kaufen. Seitdem schmettert sie auch recht heftig. Mist.
Unserem Tischkroaten ist in der Zwischenzeit auch ein Missgeschick passiert. Beim Duschen blieb er beim Schließen des Duschvorhangs unbewusst an der Alarmleine hängen. Zwei Minuten später standen zwei Schwestern und ein Arzt bei ihm in der Duschkabine. Er erschrak fast zu Tode, konnte aber den kleinen Kroaten gerade noch mit einem Handtuch verdecken. Wenige Tage später musste er aus dem Zimmer ausziehen, weil ein Wasserrohrbruch unsere Etage heimsuchte. Normalerweise passiert nur mir so was - auf Arbeit - und ich war überrascht, diesmal bis auf den Heizungsausfall halbwegs verschont zu bleiben, obwohl ich im Zimmer 13 wohne.
Unter der Woche war ich nun schon zum dritten Mal beim EKG. Die Ärzte hier haben ein Problem mit meinen „Kurven“ und machen mir das Leben hier nicht leicht. Man muss bedenken, dass in der Nähe eine Herzklinik angesiedelt ist und sehr häufig Patienten von hier dorthin verfrachtet werden und ein Leistungs-EKG, Ultraschall oder sogar einen Herzkatheder bekommen. Meistens ist aber alles i. O. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Beim Bowling mit den Dicken habe ich auch schon zum dritten Mal in Folge gewonnen, so dass mir die Herausforderung fehlt – und der Platz auf der Sitzbank wegen der recht breiten Mitspielerinnen. Dafür habe ich jetzt Massage und Krankengymnastik für meinen Nacken erhalten. Das fetzt und hilft wirklich. Die Schmerzen lassen langsam nach.
Das Highlight der Woche war aber die Tanztherapie. Ja, der Burni musste tanzen, und zwar in der Gruppe. Eine Dame verließ gleich zu Beginn den Raum, doch ich blieb hart. Wir wurden von einer Tanztherapeutin in Richtungs- und Kreistänze eingewiesen. Vorher sollten unsere Füße in unsere Gedanken wandern. Eigentlich müsste es ja andersrum heißen, aber wurscht. Und sie regte uns an, doch auch mal zu gähnen. Sie selbst gähnte quasi ständig. Nun denn, los ging’s mit einem irischen Richtungstanz und verschiedenen Interpretationen der Gestik und Mimik eines jeden. Nachdem meine Füße in meinen Gedanken angekommen waren, legte ich auch schon voll los – nach vorn, nach hinten, nach links und nach rechts. Das zog sich dreißig Minuten hin. „Darf ich Sie dazu einladen, Ihre Bewegungstendenz in Ihren Gedanken zu analysieren?“, fragte sie anschließend immer. Leider konnte ich das nicht, denn dort waren ja noch meine Füße. Weiter ging’s mit einem mittelalterlichen Kreistanz. Ringelreihe, vier Schritte vor, wieder zurück, vier Schritte nach rechts und wieder zurück. Meine rechte Nachbar-SUDFJAD verzählte sich hin und wieder, so dass ich sie beim imaginären fünften Schritt immer wieder zurückzerren musste, damit sie nicht abhaut. Sorry, wenn’s vielleicht manchmal etwas derb war. Das war übrigens die SUDFJAD, die mich zu Beginn meiner Kur an ihre linke Milchdrüse gepresst hat. Diesmal verschonte sie mich beim Abendessen. Offensichtlich hatte ich mich aber dennoch gar nicht so blöde angestellt, denn nach den neunzig(!) Minuten wollten die SUDFJADs, dass ich dienstags mit zum Tanzen gehe in die Sporthalle, weil dort dramatischer Männermangel herrscht. Ich konnte ihnen das aber ausreden – bis jetzt. To be continued.
Gestern Abend noch mal schön Blondinenbadminton gespielt, obwohl, so schön war’s gar nicht, denn mein männlicher(!) Doppelpartner ließ bei dem einen oder anderen Schmetterschlag immer mal einen fahren und dachte, ich hör’s nicht, die olle Sau. Ich hoffe, heute steht er nicht am Start, denn heute bin ich schon wieder verabredet …
Dann genießt mal das Wochenende und passt beim Schmettern auf!

Freitag, 30. September 2011

News from the Kur, Teil 3

Es ist langes Wochenende, und die Gästebetten stehen schon wieder vor den Zimmertüren … Zeit, um mal wieder was zu schreiben from the Burni-Kur. 
Mir geht’s ganz gut, nur Nacken und Schädel schmerzen immer noch vom Geyerischen Missgeschick. Ich habe mir vom Arzt Massagen und auch eine Krankengymnastik speziell für die Halswirbelsäule verschreiben lassen und erhoffe mir endlich Besserung.
Die Therapierunden und auch die Klinik sind fast durch die Bank mit Depris gefüllt; ich als Burni bin also auch hier dramatisch in der Unterzahl. Entsprechend schwer fällt es mir, mich hier anzupassen und auf die Depris zuzugehen. Neulich sagte mir einer von denen 13.30 Uhr „Guten Morgen!“. Und manche sind leider auch sehr nah am Wasser gebaut … Nicht so schön, so was.
Bei Spocht und Spiel allerdings geht’s auch bei den Depris ordentlich zur Sache. Da sind insbesondere beim Tischtennis und Badminton echte Könner dabei. Das liegt aber vermutlich an der Hintergrundmusik, die unser eher kleinwüchsiger Spochttherapeut hin und wieder aufgelegt hat. „20 cm sind in Wirklichkeit viel größer“ und „10 nackte Frisösen“ lassen einen da schon erschaudern. Der erste Refrain reimt sich nicht mal. Vermutlich scheint der kleine Spochtlehrer damit irgendwas kompensieren zu wollen mit diesem Ballermann-Medley, keine Ahnung. Beim Kampftauchen in der hiesigen Schwimmhalle habe ich mir auch keine Freundinnen gemacht, da ich das Wasserballspiel zu intensiv betrieb und der einen oder anderen SUDFJAD voll auf die Zwölf geschossen habe. Manche dieser SUDFJADs sind auch recht breit, so dass, wenn man sie ins Tor stellt, kein Ball mehr durchpasst. Ich finde das sehr ungerecht. Egal, wo man hinschießt, trifft man immer die dicke Tor-SUDFJAD. Beim Uni-Hockey wurde ich getadelt, doch bitte nicht so straff zu schießen, und beim Badminton fügte ich drei Damen meiner(!) Zielgruppe blaue Flecken zu, weil ich den Federball auf ihre Weichteile oder ins Gesicht schmetterte. Ich hab’s also recht schwer hier als Nicht-Depri, aber Brutalo-Burni.
Der eigentliche Hammer allerdings war die Atemtherapie. Da sollten wir uns alle hinlegen und entspannen. Daraufhin nahm der Therapeut ein Buch zur Hand und las uns eine Geschichte daraus vor, die da lautete: „Die kleine Elfe Sonnenschein auf ihrer Reise durch den Elfenwald“. Also hier setzte es bei mir aus. Mann, ich habe Maschinenbau studiert und glaube an den Urknall. Ich war im falschen Film. Als es dann auch noch neben mir zu schnarchen anfing, musste ich all meine Kräfte aufbringen, um nicht anzufangen, herzhaft zu lachen. Da ist doch tatsächlich einer eingepennt. Sein Schnarchen wurde immer lauter, so dass ich das Märchen von der Elfe Sonnenschein überhaupt nicht mehr verstand. Ich hatte gehofft, sie trifft einen schönen Elf und fliegt über die grünen Wiesen und Wälder, vorbei an duftenden Blumen und tiefblauen Flüssen hinein ins schöne Elfenland, doch nee, der Typ musste ja einpennen und mir mein Märchen verstümmeln. Und das hat niemanden(!) gestört. Der Therapeut las einfach weiter, obwohl aller paar Sekunden ein Grunzen den Raum durchdrang. Die haben hier alle eine Ruhe drauf, das geht gar nicht. Also entspannt habe ich mich leider nicht, im Gegenteil.
Was ich aber jedem Betroffenen empfehlen kann, ist autogenes Training. Da darf man sogar einschlafen. Ist mir auch passiert. Da war ich seit Langem mal wieder völlig entspannt. Angenehme Stimme der Therapeutin, sanfte Musik, die Arme werden schwer, die Beine werden schwer, der Kopf wird schwer, mein Magen wurde schwer, denn es gab zum Essen Erbseneintopf und Spätzle. Dennoch schlummerte ich sanft dahin, und zwar ohne an die Auswirkungen des Mittagessens zu denken.
Inzwischen bin ich aber wieder aufgewacht und habe begonnen, mich den SUDDJADs, also den so um die dreißig Jahre alten Damen, zu nähern ... Das zur Frage von Carsten B. Auf der Liegewiese heute bei herrlichstem Spätsommerwetter wurde ich doch tatsächlich gebeten, mich näher zu den SUDDJADs (Zielgruppe) zu setzen. Eine davon war nicht mal übel. Die SUDFJADs (nicht die Zielgruppe) allerdings bemerkten das und fingen an zu grölen, ich solle doch wenigstens mein T-Shirt ausziehen und den Waschbrettbauch zeigen. Leider herrscht in der Klinik Gruppenzwang, so dass mir nichts anderes übrigblieb, mich obenherum zu entblößen. Die SUDFJADs waren fortan still. Ich weiß jetzt nur nicht, ob’s der Schock wegen meines braun-weißen Oberkörpers war oder wegen meiner Traumfigur … Sei es drum.
Viel Erfolg beim ABM … und seid froh, dass ich nicht mitmische, so entspannt, wie ich zurzeit bin! ;-)

Sonntag, 25. September 2011

News from the Kur, Teil 2

Weitere Tage sind vergangen, teils recht unspektakulär, teils bedenklich. Nun ja, mein „Leistungssport“-EKG wirft bei den Ärzten hier Skepsis auf – und bei mir mittlerweile auch. Zur Nachkontrolle musste ich schon … Mal abwarten, was da noch so kommt. Mehr möchte ich darüber eigentlich gar nicht wissen. Recht einsam, wenn man eh’ schon kontaktscheu ist, ist es hier auch noch.
Dann habe ich einer der partnerlosen SUDFJADs am Essenstisch ein Kompliment gemacht, dass sie doch jünger aussehe als 50 Jahre. Das hat sie so gefreut, dass sie mich prompt an ihre linke Milchdrüse gepresst hat. Von nun an werde ich mit Komplimenten lieber haushalten. Am gestrigen Abend wanderte ich durch den hiesigen Park, hörte Musik, ging ihr nach und sah unseren Tischkroaten an eine große Laube pinkeln, aus der die Musik kam. Er meinte: „Keine Lust zu gehen auf WC. Ist zu weit weg. Kommst Du rein auch, es sind alle da?“ In der Tat war in der Gartenkneipe die halbe Klinik versammelt; die SUDFJADs tanzten enthemmt zur Covermusik, die ein sagen wir mal durchschnittliches Männer-Duo aus zwei E-Gitarren herauszauberte. Setzte ich mich halt hin und lauschte den Beatles, Pink Floyd, Deep Purple usw. Eine einheimische SUDFJAD war schon etwas angeheitert und führte einen Tabledance ohne Table an einem Befestigungsbalken der ollen Hütte aus. Das Blöde war nur, dass ich direkt hinter dem Pfosten saß, sie mich bemerkte und meinte: „Wat machst du denn da, min kleener Hübscher?“ In diesem Moment ließ sie in voller Absicht den Pfosten los und ließ sich voll in mich reinfallen – mit ihrem Po zuerst. Das tat nicht nur mir weh, sondern auch meinem kleinen Hübschen … „Jut, dass de hier sitzt, da falle ick wenigstens immer weich.“ Haha. Ich hatte an diesem Abend noch häufiger ungewollt Körperkontakt mit ihr, und das, obwohl ihr Mann (sternhagelvoll) hinten am Tisch saß. Ferner wurde ich von einer gar nicht mal so hübschen und gar nicht mal so schlanken Dame zum Tanzen aufgefordert. Ich konnte ihr das aber gottlob ausreden. Sie fand nach einiger Suche doch noch einen ähnlich aussehenden Mittänzer. Ich überlebte diesen Abend nur knapp.
Im nächsten größeren Nest namens Uelzen wurde ich unterdessen von einem Wildfremden gefragt, ob ich nicht für den Radverein RSV Uelzen starten wolle. Er sah mein Crossrad an einer Mauer stehen und wusste scheinbar sofort Bescheid. Ich selbst war in ziviler Kleidung unterwegs, weil ich was besorgen musste, und nutzte das Rad, um ohne Parkgebühren zu zahlen in die Stadtmitte zu gelangen. Ein Glück, dass ich nicht mit meinem Ferrari dort aufkreuzte. Dinge gibt’s. Ei, ei, ei.
An den Wochenenden ist hier tote Hose. Wenn ich  nicht gerade beim EKG rumhänge, nutze ich die Zeit, um die Gegend mit dem Rad zu erkunden. Es gibt hier keinen einzigen Berg. Auf den 111 km heute habe ich gerade mal 363 Hm geschafft. Das ist wie in Belantis beim MTB-Marathon. Flacher geht’s nicht.
So, im Foyer unten ist Pantomime. Da werde ich gleich mal nicht vorbeischauen.
Viele Grüße vom ADW sendet der Burni.

Donnerstag, 22. September 2011

News from the Kur, Teil 1

Um 12 Uhr bestellt, landete ich dienstags Punkt 11.58 Uhr am Arsch der Welt (ADW) in einem Dorf in Niedersachsen. Leider schlief mir die rechte Pobacke bei der Autofahrt ein, so dass ich zwei Tage nicht vernünftig latschen konnte, doch mittlerweile geht’s.
In der Kureinrichtung herrscht ganz dramatischer Frauenüberschuss - von 15 bis 60 alles am Start, auch Mutter-Kind-Kuren, viele Jugendliche mit Essstörung (Magersucht) und sehr viele dicke Menschen (Adipositas). Ich sitze an einem Tisch mit sechs so um die 50 Jahre alten Damen (SUDFJAD) und einem Kroaten, der nicht redet, weil nix verstehen. Es sind alles Burnis oder Depris, ich bin der jüngste Burni von allen. Die SUDFJADs haben eine Menge Spaß miteinander; ich komme mir da schon etwas komisch vor als ruhiger, introvertierter Dönerverkäufer.
Jedenfalls habe ich die Aufnahmeprüfung mit Bravour bestanden: toppfit, der Güdö, zumindest körperlich. Einen Fernseher und das Internet gibt es nur gegen sehr hohen Aufpreis. Da habe ich kurzerhand mein Notebook zum DVB-T-Empfänger mittels DVB-T-Antenne umfunktioniert und mir noch bei Vodafone einen UMTS-Stick besorgt. Jetzt kann ich kostenlos Fernsehen am Notebook (inkl. Fernbedienung und Teletext) und deutlich günstiger ins Internet, und zwar von überall. Doch das Nest hier am ADW ist so weit weg von allem, dass selbst das Funksignal einen Bogen um uns zu machen scheint. Sehr ärgerlich, aber scheinbar gewollt.
In meiner recht spärlichen Freizeit fahre ich hin und wieder mit dem Crossrad durch die Pampa oder sammle Stein- und Birkenpilze, Rotkappen und Maronen, die es hier in Massen gibt – und keiner nimmt sie mit. Mein ganzes Auto ist voller Pilze, die ich dem Vadder übergebe, der in der Nähe arbeitet. Modder wird sich freuen, sie zu putzen, wenn Vadder die Pilze bei Modder abliefert.
Die Zimmer sind recht geräumig, ungefähr so wie die Doppelzimmer in spanischen Hotels, nur das Essen ist nicht so reichhaltig wie in Spanien. Das Klo hat man diesmal nicht direkt an die Wanne gezimmert; es gibt außerdem nur eine Dusche, keine Zwergenwanne.
Über meine Aktivitäten hier am Tag verliere ich mal lieber keine Worte, denn das glaubt Ihr sowieso nicht, was die hier mit einem veranstalten. Jedoch das Sportprogramm, was man hier durchziehen muss, ist nicht übel und fast wie im Trainingslager. Nur die Protagonisten sind halt nicht so fit. In unserer ersten Badmintonstunde (30 min) habe ich zwei Schläger und einen Ball zerstört. Das wird sicherlich meiner Krankenkasse in Rechnung gestellt. Beim Bowlen habe ich haushoch gewonnen, und dann scheine ich auch einen neuen Rekord beim „Joggen um den See“ aufgestellt zu haben. Ansonsten fühle ich mich hier doch recht einsam. Ich kann zwar ganz gut mit einigen der SUDFJADs quatschen, sonst aber gibt’s keine großen Bekanntschaften. Aber ich habe ja noch dreieinhalb Wochen Zeit.
Bis die Tage. Petri heil!


Donnerstag, 7. April 2011

Zwischenmeldung

Mal wieder ich mit einer kurzen Zwischenmeldung. Seit zwei Wochen gehe ich nun wieder arbeiten. Es geht, aber es ging auch schon besser. Die Kur konnte ich endlich beantragen. Mal schauen, ob sie auch genehmigt wird. Meinen Trainingsplan habe ich natürlich erstmal auf Eis gelegt; ich fahre zurzeit nur der Fitness halber, um nicht dick zu werden, denn der Appetit kommt langsam wieder. Ich hoffe, vielleicht Mitte bis Ende Mai wieder ins Renngeschehen einsteigen zu können, wenn ich die Motivation dazu finde und wenn der Kopf frei ist. Das neue 2011er Scott Scale RC zumindest steht schon rennfertig im Keller, ist sauleicht und sieht wirklich schick aus – deutlich dynamischer als das 2010er.
Na dann, bleibt stark! Man sieht sich. Euer Burni.

Mittwoch, 2. März 2011

Es geht aufwärts

Hier ist der Burni. So liebevoll nennt mich nun jedenfalls meine Modder. Inzwischen sind's viereinhalb Wochen seit Krankschreibung. Knapp vier weitere Wochen inkl. Resturlaub sollen es noch werden. Die gehen durch Arztbesuche und Therapie sicher sehr schnell vorüber. Danach hoffe ich, endlich wieder arbeiten gehen zu können, sofern es noch einen Sitzplatz für mich gibt. Eine Kur, wenn sie denn genehmigt wird, folgt später. Ich spanne noch aus und halte mich auf dem Rad halbwegs fit. Fürs Abspannen reicht es, zum Rennen fahren natürlich noch nicht. Wenigstens passt das Wetter. Das lockte leider auch die Polizei aus dem Winterschlaf. Ich fuhr mit dem Rad durch eine gesperrte Baustelle, ein grün-weißer Partybus setzte mir mit hoher Geschwindigkeit und ausdrehendem 2. Gang - er ersetzte das Martinshorn - nach. Die beiden Insassen nahmen mir dann 15 EUR meines Krankengeldes ab. Während sie mich so abkassierten, fuhr ein weiterer Radfahrer durch die Baustelle - und blieb natürlich unbescholten. Na ja, wieder mal ein Exempel an mir statuiert. Ich werde eine Nacht drüber schlafen in meinem neuen Bett und mich dann sicher beruhigt haben. Das Durchschlafen klappt auch schon ab und zu. Es geht aufwärts. Der Güdö.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Mein Körper braucht Erholung

Ich bin’s mal wieder. Nach langer Zeit keine so guten Nachrichten. Vor rund zwei Wochen hat’s mir schön den Stecker gezogen. Seitdem bin ich AU geschrieben. Tendenz geht in Richtung Burn-Out-Syndrom, aber mal schauen. Ich bin momentan kaum leistungsfähig und kann auch nicht lange vorm PC sitzen oder mich vernünftig konzentrieren. Panikattacken etc. gehören zum Alltag und durchgeschlafen habe ich auch seit vielen, vielen Wochen kein einziges Mal mehr. Die Medikamente tun ihr Übriges, die Nebenwirkungen sind absolute Gülle. Und ich bin nun knapp vier Kilo leichter. Was sich letztes Jahr schon andeutete, hat sich nun leider so richtig bei mir breitgemacht. Im 15. Jahr Leistungssport gepaart mit Uni- oder später Jobtätigkeit fordert jetzt der Körper seinen Tribut und schreit nach Erholung. Die werde ich mir gönnen (müssen). Auch eine Rehabilitationskur schwirrt im Raum herum. Ich hoffe, bald wieder fit zu sein, werde mich aber auf gar keinen Fall unter Druck setzen. Ich fahre erst wieder Attacke, wenn Körper und Geist fit sind, und keinen Tag vorher. Das kann Wochen oder auch Monate dauern (siehe Sven Hannawald). Nichtsdestotrotz werde ich kleinere Runden auf dem Bike oder den Skiern drehen, um halbwegs fit zu bleiben und auf andere Gedanken zu kommen. Also bitte nicht wundern, wenn ihr mich irgendwo herumeiern seht. Und keine Angst, ich bin harmlos und beiße nicht.
Um meinem Gemüt und meinem Schlaf Gutes zu tun, habe ich mir nach fünf Jahren Bedenkzeit endlich einen LED-LCD-Fernseher der neuesten Generation (3D) besorgt, und auch ein neues Bett mit 7-Zonen-Matratze erleichterte meinen Geldbeutel um ein paar Cent. Mein Traum ist, endlich wieder durchzuschlafen. Einen kleinen Erfolg gab es schon in der ersten Nacht: Ich wachte ohne Rückenschmerzen auf. Genial.
Nun denn, hört auf euren Körper, aber trainiert fleißig, denn ich komme wieder! Der Güdö.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Engelbert Humpelding

Das Wetter draußen ist besch…, und auf Arbeit gibt’s auch viel zu tun – kaum Zeit fürs Training unter der Woche. Da ich (noch) keinen Bock auf langweiliges Training auf der Rolle habe, bin ich halt mal die eine oder andere Stunde um den Block gelaufen, also gerannt, und zwar in zehn Jahre alten Laufschuhen, bei denen sich in der Zwischenzeit die Weichmacher aus der Sohle gänzlich verabschiedet zu haben scheinen. Jedenfalls bin ich nach 16(!) Jahren mal wieder schneller als 10 km/h gejoggt. Und es war jedes Mal eine Tortour. An der Kondition lag’s nicht, sondern an den Schmerzen in Wade und vor allem in beiden Knien. Sind ja auch schon operiert … Mehr als eine Stunde Laufen grenzt an Selbstverstümmelung. Zurzeit schmiere ich das rechte Knie fleißig mit Voltaren ein und hoffe, das wieder in den Griff zu bekommen, ohne das Skalpell ranlassen zu müssen. Meine Kolleginnen nehmen auch schon Rücksicht, wenn ich wegen der Schmerzen humpelnd zum Mittagessen schleichen muss. Ich werde mir vermutlich eine andere ungefährlichere Ausgleichssportart suchen – vielleicht Gruppenhäkeln oder Olympiaringe-in-den-Schnee-pinkeln oder eben mal das im Video.


Am Weekend habe ich es sogar geschafft, bei Pulverschnee einige Stunden auf dem MTB zu trainieren – Sturz aufs rechte Knie bei knapp 40 km/h mit 10 Metern Bremsweg auf allen Vieren und fragenden Blicken verhasster Nordic Walker, die mal wieder nicht ausweichen wollten, inklusive. Nun ja, was tut man nicht alles für die Traumfigur. Sollte dann irgendwann mal meine semiprofessionelle Skiwachsausrüstung mit allem drum und dran eintreffen, dann werde ich sicher wieder die Geyerischen Wälder unsicher machen und einige Schlaglöcher in der Piste hinterlassen. Also Vorsicht!
Nun denn, haltet die Ohren steif, was bei der Dürre da draußen nicht allzu schwer sein dürfte. Ski heil!


Mittwoch, 24. November 2010

Weit weg von Toppform

So, ich mal wieder. Viele haben ihr Training schon begonnen, berichten bei Facebook über ihre Trainingserfolge oder streiten sich dort über die Art und Weise des Trainings. Zurzeit kann ich da leider nicht mitreden, weil ich nur am WE etwas Zeit fürs Training habe. Die Quittung kommt prompt. Zwei Kilo mehr auf den Rippen und weit weg von Toppform. Und das Wetter ist auch Gülle. Schöner Mist, da muss ich nun wohl doch die gehasste Rolle aufbauen, um nicht das hier machen zu müssen:


Zu diesem Unmut kam mir letzte Woche eine Anzeige wegen Falschparkens gerade recht. Ein liebenswerter Rentner (die Vermutung liegt wegen der Anrede und seines Nachnamens nahe) hat mich bestimmt aus Langeweile beim Ordnungsamt wegen Falschparkens angezeigt und mich damit um stolze 35 EUR erleichtert. Vielen Dank, Opa, für die nette Tat. Ich bin mir sicher, dich durch die Anwesenheit des Audis bei deinen täglichen Aufgaben wie Zeitung lesen, Müll rausbringen, Brötchen kaufen, Sport gucken etc. massiv beeinträchtigt zu haben. Das tut mir aufrichtig leid und ich bin froh, ein wenig Abwechslung in dein Leben gebracht zu haben.
Themawechsel. Letzte Woche wurden auch die Weichen für die neue Saison gestellt. Ich bleibe dem Team von Biker und Boarder treu. Ein neues Scott-Bike soll meiner Motivation gut tun; das passende Rennrad ist auch schon unterwegs. Jetzt noch am Formaufbau arbeiten und alles müsste passen.
Solltet Ihr also unterwegs auf einen etwas dickeren Radfahrer treffen oder einen solchen überholen, dann grüßt schön, denn es könnte der Güdö sein! Bis demnächst.

Montag, 1. November 2010

Saisonende

Ich hatte ja eigentlich vor, das eine oder andere Crossrennen zu fahren. Doch daraus wird wohl nix werden, da ich im Winterhalbjahr unter der Woche kaum Zeit fürs Training habe und mein rechtes Knie noch nicht so recht Ruhe gibt. Die Marathons haben Vorrang, und da muss das Knie halten.
Unterdessen werden die Weichen für die neue Saison gestellt. Das erste Teamtreffen fand letzten Mittwoch statt – leider war ich der Einzige vor Ort, da das Treffen ausfiel und ich nichts davon wusste. Freitags gab’s dann die erste Vereinsversammlung des RSV Erzgebirsche. Ein recht amüsanter Abend, der mit einem kurzen Adrenalinstoß den zweispurigen Anstieg von Stollberg nach Zwönitz hinauf eingeläutet wurde. Ohne zu blinken, setzte ein schwarzer T5-Bus zum Überholen eines vorausfahrenden Autos an, während ich aber schon neben ihm fuhr. Recht amüsant, wenn man dann die durch zwei Sperrlinien gekennzeichnete imaginäre dritte Spur, auch Gegenverkehr genannt, benutzen muss, um nicht zu kollidieren. Dem Waldmeister, der mit in meinem Kfz saß, war angst und bange (Kleinschreibung!).
Heil in Zwönitz angekommen, wurde zwischen den Mitgliedern und einem Ohneglied wild diskutiert, auch wenn ich nur die Hälfte mitbekam, da Sascha und ich zu weit hinten saßen, weil wir die Letzten waren. Außerdem war ich völlig unterzuckert. Zu den Inhalten darf ich natürlich nichts verraten, aber interessant war's allemal. Um 21 Uhr suchte uns dann auch noch der hiesige Nachtwächter heim und riss mit Lampe und Lanze so einige schweinische Witze, bevor endlich mein Chefsalat serviert wurde – nach über 30 min Wartezeit. Noch schlimmer traf es diejenigen, die Rumpsteak oder Haxe bestellt hatten. Die gab’s erst nach 22 Uhr. Guten Appetit.
Schaun mer mal, was es 2011 für Überraschungen gibt. Ich bin gespannt.

Samstag, 11. September 2010

Brutaler Bike-Diebstahl bei Kumpel Marcel Seidel - Bitte um Mithilfe!

Anbei ohne Vorrede die Hilferufe von Marcel ...

Wie Ihr bestimmt schon gehört habt, wurde am 05.09. in der Nacht zum 06.09. meine Autoheckscheibe zerschlagen und mein Rad entwendet. Haltet Ohren und Augen offen. Stein-Carbonrahmen mit meinem Namen, weiße Sid Team, XTR kompl., weißer WCS Vorbau und Lenker, blaue Tune Sattelstütze, beiger Sattel, roter Putzring im vorderen Laufrad, rote Nippel im hinteren DT Laufrad. Besten Dank! Marcel Seidel.

So, wenn Ihr was seht, findet, hört usw., bitte direkt hier als Kommentar oder über Kontakt direkt bei Marcel melden! Danke und Gruß. Der Guido.

Donnerstag, 5. August 2010

Zwangspause

Es war einmal ein Mann. Dem passierten immer vor irgendwelchen Großveranstaltungen irgendwelche Missgeschicke. Dieser Mann hieß Güdö.
Mich hat’s mal wieder ordentlich abgedeckt. Eigentlich ein recht harmloser Sturz, wenn da nicht ein scharfkantiger Felsbrocken aus dem Boden geragt hätte, der eine Liason mit meinem linken Ellenbogen eingehen wollte. Ich konnte mich entscheiden zwischen dem Absturz nach rechts einen steilen Abhang hinunter oder dem vermeintlich sanften Aufprall nach links auf den Felsen. Ich entschied mich für links. Fünf Sekunden später hatte ich mal wieder ne sehr schmerzhafte Prellung, ne geschwollene Knochenhauteinblutung, ein paar tiefe, blutige Schnittwunden, aber laut Onkel Röntgen KEINEN Bruch, obwohl das erst sehr verdächtig danach aussah. Und gottlob kein Depp, der mir anschließend vor Wut auf den Kopf drischt. Anschließend ist der Bekloppte noch Intervalle gefahren. Was Adrenalin alles so ausschaltet: den Schmerz und das Hirn. Den Arm kann ich zurzeit max. 90° einbeugen und muss viele Dinge mit rechts bewältigen. Popeln mit links funktioniert nun auch wieder nicht und das Radeln ist erst mal passé, denn Wiegetritt und Downhill gehen ja so was von überhaupt nicht. Ob das bis zum Sonntag besser wird, darf bezweifelt werden. Und da hatte ich mir fest vorgenommen, Herrn Nicke zu umrunden. So ein Mist aber auch …