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Donnerstag, 31. August 2017

21. Vier-Hübel-Tour in O'thal am 27.08.17

Es ist Renn-Sonntag. Mein Ziehsohn erdreistet sich zu verlangen, ihn direkt vor der Haustür in Frohnbach-Oberlimba abzuholen. Das bedeutet für mich eine Viertelstunde weniger Schlaf, aber im Alter braucht man davon ja eh nicht mehr so viel. Ich sacke ihn pünktlich ein, schnalle ihn im Kindersportsitz an, und schon sind wir in O'thal. Anmeldung, Übergabe der Flaschen, das Ausschimpfen des Sohnes wegen des Vergessens des wichtigen Ventilschlüssels, das Warmfahren und das Vordrängeln in die erste Startreihe sind schnell erledigt. Und ab geht die Post.

Bereits am Pflasteranstieg der Vierenstraße wird gewaltig angegast – viel zu schnell, aber egal und kein Wunder bei dem Starterfeld. Die Meute rollt jedoch wieder zusammen, um geschlossen dem Bearstone entgegenzufahren. Auf dem Weg dorthin macht sich insbesondere Teamkollege Sebastian „FK“ Stark keine Freunde, wenn er in die Führung geht. Zumindest höre ich den einen oder anderen im Feld hörbar fluchen. Den Bearstone empor wird erneut dermaßen Gas gegeben, dass man meinen könnte, da oben teilt der Geist des Berges Bratwürste aus. Beteiligen daran tue ich mich nicht, weil ich erst Freitag auf Arbeit Bratwürste hatte, und fahre meinen konstanten Stiefel weiter, denn am Ende kackt die Ente. Mit Unterstützung des deutlich erstarkten und ergrauten Sven Mehner, mit dem ich schon Ende der Neunziger harte Duelle ausgefochten habe – auf dem Rad und nicht im Nintendo –, docken wir nach der Abfahrt wieder an die Spitze um FK, Dr. O, David Seidel und Co. an. Geht doch. Auf dem Bergabstück nach King's Forest verabschieden sich zwei Fahrer mit Plattfuß, einer davon heißt seit Geburt Maximilian Langhans, den anderen kenne ich nur vom Sehen. Die Plattenstraße (Marktsteig) zum Pöhlberg gast unbreakable FK erneut spürbar an. Einige Fahrer, darunter auch ich, docken unfreiwillig ab. Kurze Zeit später am Fuße des Col de Pöhl kommen uns merkwürdigerweise mein Ziehsohn Christian Schröder und Tretungeheuer Markus Thiel aus irgendeinem Straßenwinkel entgegen. Die haben sich etwas vertan beim Interpretieren der Streckenpfeile. CS versucht vergebens, das Loch zur Spitze zu schließen, das Tretungeheuer belässt es beim Mitrollen in unserem kleinen Grupetto um Sven Mehner und mich. Weiter oben fange ich meinen unerzogenen Ziehsohn wieder ein. Zu viert setzen wir unsere Fahrt fort, und das Tretungeheuer macht seinem Namen alle Ehre. Im Prinzip benötigt es nur die unteren vier Gänge, und es hat vorne ein extra großes Blatt gekettet. Irgendwo zwischen Sehma und Walther's Village bei Kilometer 45 dockt unser Quartett an die Fahrer Hummel und Strehle an. Und meine Beine werden langsam munter, welch eine Freude. 
Auf dem Weg zur Kuppe des Col de la Scheibe parkt als Muntermacher ein Rentnerauto mitten in der Spur. Opa gestikuliert und schimpft mit Oma, dass hier doch Radfahrer kommen könnten. Und ad hoc kommen tatsächlich welche. Krass. Den Opa verfehle ich knapp, Oma sitzt im Vehikel und sortiert die Gänge. Auf der Hälfte der Auffahrt kommen uns die Fahrer Seidel und Dr. Stark, später Dr. O in Kampfhocke entgegen. Sieht cheise aus, macht aber schnell. Der Abstand ist noch überschaubar. Immer noch zu sechst düsen wir mal mehr, mal weniger zügig dem Unterbecken Markersbach entgegen, wo wir Herrn Seidel treffen, der gerade einen Nagel aus seinem Reifen popelt. Er hatte schon letztes Jahr Pech mit einem Plattfuß. Einfach zu schnell, der Junge. Und just an diesem Unterbecken geht die Vier-Hübel-Tour im Prinzip erst richtig los, deswegen folgt jetzt ein neuer Absatz.

Unser Sextett hat's die Abfahrt runter ein bisschen zerlegt, jedenfalls bin ich nun ganz vorne und mache die Pace. Die Beine sind noch willig. Wie schon am Col de Pöhl werden meine Kollegen und ich astrein verbottelt von Anne, der Liebsten von Drei-Meter-Mann Lars, und von Kerstin, der Liebsten von Ronny Schmidt, der wenige Minuten hinter uns sein Dasein fristet. Die Rampe zum Oberbecken fordert Opfer. Tretungeheuer Markus geht flöten oder hat Defekt oder Krämpfe oder Kettenschaden oder Kolbenklemmer oder irreparablen Ritzelverschleiß; ich weiß es zu Redaktionsschluss leider nicht. Der Ziehsohn, Fahrer Hummel und ich sind zunächst alleine unterwegs, bis oben im Flachen Leuchtturm Lars und Drücker Sven wieder andocken. Wir umrunden einmal das Oberbecken und rollen hinab zum Ephraimhaus. Jetzt folgt wie jedes Jahr der olle Anstieg des Friedrichsbachweges, wo der Straßenfahrer und der Hummeljonas ein paar Meter enteilen. Erst recht weit oben im Steilen kann ich dank meines außerordentlich konstanten Tempos mal wieder andocken, im Schlepptau Fahrer Mehner. Mein Ziehsohn allerdings hat zu wenige Haferflocken gegessen des Morgens in Limbach und erleidet einen Hungerast. Er dockt ab. Vier kleine Negerlein machen sich fortan auf den Weg gen Col de Fichtel, aber vorher wollen noch die Rampen der Altpöhlaer Straße und der Friedensstraße erklommen werden. Und hier wird's eklig, denn meine Oberschenkel verkrampfen langsam, aber sicher. Ich hätte mindestens eine Flasche mehr benötigt, aber wir haben halt nur zwei Schmusis, die uns verbotteln. Kopf und Oberkörper sind willig, der Unterkörper streikt. Zum Glück kommen nun die Ziege und paar flachere Meter. Den letzten Anstieg die Wellenschaukel hinauf enteilen mir die Fahrer Hummel und Strehle um einige Meter, weil ich einfach nicht drauflatschen kann, wie ich gerne würde, was mir natürlich gewaltig gegen den Strich geht. Andere erwischt es noch schlimmer. Es gibt Leute im fortgeschrittenen Alter, die sich sogar den Arschmuskel eingeklemmt haben und schieben müssen. Namen nenne ich keine, aber derjenige fuhr früher wie ein Gestörter Polo, wechselte die Automarke und ist jetzt „Astranaut“. Am Ende trauen sich tatsächlich vier Leute vor mir über die Ziellinie. Unverschämt. Herr Mehner, immerhin schon 46 Jahre alt und damit deutlich älter als ich, folgt mir, und David Seidel, der ohne Platten wohl Zweiter geworden wäre, hat ordentlich aufgeholt und kommt als Siebter auf dem Plateau an. Teamkollege Mike Baumann schafft es als Neunter auch in die Top Ten, Ziehsohn Christian Schröder kommt hungrig als Zwölfter ins Ziel. Erzgebirgs-Weltmeister aber wird unser FK, der wieder alles in Grund und Boden fährt wie vor seinem Crash und einen Liegestuhl gewinnt. Gut für den lädierten Rücken. Und gewinnt man die 4HT mindestens drei Mal, steht man im Erzgebirge spätestens jetzt auf einer Stufe mit Anton Günther. Geschafft haben das nun drei Heizer. Und die waren heute alle mit dabei, zwei davon nicht mehr ganz so taufrisch, aber immer noch recht fix. Es dauert nicht mehr lange, und Straßen, Wege und Klettersteige werden nach denen benannt werden in der Gegend. Dr.-Stark-Straße, Dr.-Ortmann-Weg, Döner-Steig.

Nach der Tour werden gemeinschaftlich Nudeln geschaufelt. Mein Flüssigkeitsdefizit gleiche ich mit sechs Bechern bzw. 1,2 Litern Tee aus. Im Tal noch fix duschen bei Vogelgezwitscher aus dem Lautsprecher des Duschcontainers, den Ziehsohn ausgeschimpft wegen vergessener Putzlappen, und schon geht es wieder heim nach KMSt. Ach nee, ich muss ja erst den Ziehsohn absetzen. Zu meinem Erstaunen werde ich von seinen Zweit-Eltern zum Teetrinken und Torteessen verführt. Da lasse ich mich nicht lumpen. CS gleicht hier sein Haferflockendefizit mit einer halben Torte aus und greift seinen eigenen KOT an. King of Torte, natürlich. Ich belasse es bei drei Stück, damit ich irgendwann noch mal eingeladen werde wegen guter Führung. Außerdem muss ich ja auch die Wampe im Zaum halten. Und weiterhin zu meinem Erstaunen kann ich am Folgetag dasselbe Fahrrad zum Training benutzen, mit dem ich am Vortag „Rennen“ gefahren bin. Nix kaputt, alles rollt. Eine völlig neue Erfahrung für mich.

So. Ich weiß noch nicht, wo ich als Nächstes starte, aber ich hoffe, dass meine normale Form, die ich seit Juni vergeblich suche, irgendwann dieses Jahr noch zurückkehrt. Bis dahin frohes Schaffen!

Ergebnisse: hier.

Wellenschaukel
(c) by Thomas Jacobi

Donnerstag, 10. August 2017

25. EBM am 06.08.17

Nicht schimpfen. Hatte zu tun. Die neue Küche ist endlich da, und ich fange an zu backen und zu dampfgaren. Keine Zeit bisher für'n Rennbericht. Aber nun.

Ich komme erst 7.15 Uhr los aus Karl-Marx-Stadt, bin trotzdem 8 Uhr in Seiffen. Kein Hubschrauber, sondern brauchbar motorisierter Pkw. Hier vor Ort habe ich zunächst Probleme, prädestinierte Verbottler zu finden. Zum Glück erspähe ich 12 min vor dem Start die immer strahlende Laura Hoffmüller und einige ihrer 15 Geschwisterinnen. Prompt werde ich meine Flaschen völlig komplikationslos und ohne langes Gerede los. Das liebe ich an Familie Hoffmüller. Dass danach allerdings keine große Zeit mehr fürs Warmfahren bleibt, versteht sich von selbst; dafür muss die Einführungsrunde herhalten.

Im Race-Startblock stehe ich wie immer ganz hinten. Stört nicht weiter, ich habe 100 km Zeit. Andere gehen es verbissener an und müssen sich natürlich schon die Alp de Wettin hinunter die Kante geben. Im Grund unten scherbelt's dann auch schon recht ordentlich. Muss natürlich sein, so was.

Nach der Startfreigabe donnert das Feld los. Heute fahre ich mal bewusst defensiv – also noch langsamer als sonst –, weil ich die 100 km bei noch guten Kräften überleben und hinten raus noch Druck haben will. Das Fleisch ist nicht mehr ganz so willig wie noch vor 20 Jahren. Dennoch kann ich im Seiffener Grund zur Spitze aufschließen und etwas Windschatten genießen bis zum Alp-Uphill. Jetzt wird scharf geschossen, bei mir nur mit Platzpatronen, und im Gelände dünnt's die Meute recht fix aus. Von hinten aufschließende Kurz- und Mittelrundler lasse ich widerstandslos passieren, denn die sind ja bald schon wieder fertig. Über die neue Streckenführung bin ich etwas überrascht, denn ich habe mir im Vorfeld weder Info-Mails noch News, noch sonst irgendwas durchgelesen, um mich nicht über Gebühr heiß zu machen. Ob die neue Strecke nun besser oder schlechter ist, sei dahingestellt, auf jeden Fall ist der Waldautobahnanteil höher, und ein paar Höhenmeter gibt es obendrauf.
Ca. zwei Kilometer vor der (neuen) Steilabfahrt steht unser FK am Rand mit Kettenriss; ich kann ihm leider überhaupt nicht helfen auf meine Anfrage, da eine Kette bei mir nicht zum Notfall-Repertoire gehört. Irgendwie – ich weiß nicht wie, denn ich sah ihn ab da weder im noch neben dem Rennen – kommt er trotzdem ins Ziel. Teufelskerl. Die Steilabfahrt selber hätte ich dann doch mal lieber vorher ein-, zweimal fahren sollen, denn das erste Mal geht es etwas holprig da runter – aber alles ohne Sturz. Bei Schiffe allerdings wird’s durchaus glatt. Im Seiffener Grund informiere ich FKs Bruder Immanuel bzw. FKJ, dass sein Bruder 'nen Kettenriss hat. Nebenbei greife ich mir noch eine neue Bottle. Ich werde heute generell perfekt verbottelt, mal von FKJ, mal vom Teamkollegen Pitt Brett, mal von einem der 15 Hoffmüller-Geschwister und mal vom Liebhaber einer der 15 Hoffmüller-Geschwister. Runde eins habe ich dann mit einer mittelmäßigen Zeit irgendwann auch abgehakt.

In Runde zwei schließt Bastian „HDW a. D.“ Wauschkuhn von hinten zu mir auf, worüber ich nicht böse bin, weil's anfangs noch etwas Schwung und Motivation gibt. Wir sammeln hier und da ein paar Leutchen ein, halten unsere Schwätzchen, die man im gestandenen Mannesalter so hält – Prostata, Schmerzen beim Pullern, Haarausfall, Gischt, Grauer Star usw. Irgendwo im Forest sammeln wir auch Marco Häntschel ein. Die Steilabfahrt gelingt jetzt minimal besser, auch wenn ich dem einen ollen Baumstamm links immer sehr, sehr nahe komme. Im Grund unten werden HDW und Güldi solide verbottelt, um danach den langen Asphaltzieher hochzuleiern. Irgendwo weiter oben wird auf einmal meine einkehrende Mittagsschläfrigkeit von ohrenbetäubendem Lärm unterbrochen: Herr Häntschel macht ein „kleines Bäuerchen“ – ein sog. Häntschel-Hirsch, und das außerhalb der Brunftzeit. Schlagartig sind HDW und ich wieder im Rennmodus. Der sich anschließende Downhill wiederum beflügelt einen eben bergauf überholten Fullyfahrer zu schier übermenschlichen Leistungen, indem er ohne Rücksicht auf Verluste mich und einen zu umrundenden Fahrer recht knapp überholt, dass man glaubt, unten in der Spitzkehre gibt's Glühwein und Pfefferkuchen. Gibt's aber nicht, sondern nur paar böse Worte von mir. Er macht sage und schreibe zehn Meter dabei gut, die er bergauf aber gleich wieder einbüßt. Bei manchen Leuten setzt bergab das Hirn komplett aus.
Die inzwischen vier oder fünf Leute ziehe ich dann über die Kuppe bei der Kapelle bis hoch zum Gel-Drop, den ich heute dreimal (!) verfehle, bis über die Motocross-Strecke. Bergab zeigt uns der Fullyfahrer natürlich wieder, wer der Schnellste ist, wird aber einwandfrei im Nicht-Chickenway blockiert, weil dort Leute runterspazieren müssen, die mal lieber den Hühnerweg hätten fahren sollen.
Die zweite Runde ist bald darauf auch Geschichte. Ich verliere hier leider meine geschätzten Mitfahrer HDW und Hirsch Häntschel, bekomme aber einen dazu – Herrn David Seidel. Mit ihm wird die dritte Runde sicher recht unterhaltsam werden, sofern ich ihm einigermaßen folgen kann, denn für diese letzte Runde hatte ich mir einiges vorgenommen.

Doch Pustekuchen, denn als es gleich nach dem zweiten Gel-Drop rein ins Gelände geht, macht's hinten zisch. Ich Held habe mir mal wieder die Karkasse aufgeschlitzt. Ich muss an einem Grashalm hängengeblieben sein, denn Steine gibt es dort keine – oder der Riss war schon da, nur jetzt hat er die Schnauze voll. Die Milch ist überfordert, der Reifen am Zaun oben vorm Downhill platt. Zwei Kurzstreckenheizer, die uns anfeuern, helfen mir beim „Wiederinstandsetzen“ des Reifens. Mit einer Kartusche, die zündet, als ich es nicht vermute, kann ich den Reifen zwar mit Luft befüllen und den Schlitz sogar etwas abdichten, doch ich zerstöre mir dabei den Ventilkopf. Mit der Handpumpe pumpe ich noch nach, was geht. Den Schlitz bekomme ich bei Solldruck nicht dicht und muss mit recht wenig Luft fahren, die außerdem noch dem defekten Ventilkopf entweicht. Mal sehen, wie lange das hält, und zum Glück sind es ja nur noch knapp 30 km bis ins Ziel.
In den paar Minuten sind erstaunlich viele Fahrer der Langdistanz an mir vorbeigehuscht. Hier scheint es ein Nest zu geben. Ich gehe in die Verfolgung, bin aber erst mal völlig aus dem Rhythmus. Nach vorne mache ich kaum Boden gut, von hinten kommen andere Fahrer ran. Zum Glück meistens nur Staffelfahrer. Ich könnte mich erschlagen, kann's aber nicht, weil ich meine Axt vergessen habe.
Mein Reifen hält zumindest bis zur Steilabfahrt einigermaßen die Luft. Erst danach geht's bergab mit der Performance, aber bergauf mit den Hufen. Noch knapp 15 km sind es bis ins Ziel. Wenn ich jetzt noch mal absteige, verliere ich erneut den Rhythmus und bei meinem Geschick viel Zeit beim Schlauchwechsel. Ach ja, Schlauchwechsel geht ja gar nicht, weil ich den 5-mm-Achsschlüssel vergessen habe. Ich wähle das Risiko. Dass ich fahre wie auf Eiern und hin und wieder Durchschläge habe, ist mir jetzt sch…egal, Hauptsache, ich komme heute noch ins Ziel. Und das gelingt mir. Leider nur weit abgeschlagen auf einem indiskutablen Platz 24. Status Reifen: Schrott. Status Felge: immerhin überlebt. Status Popo: Ach du Cheise! Status Rest-Güldi: stocksauer. Und zwar darüber, dass die EBM-Modells zu hohe Absatzschuhe tragen und mich auf dem Zielfoto immer wie einen Zwerg aussehen lassen. Na ja, wenigstens holen unsere beiden schnellen Damen Karin Kadner und Laura Hoffmüller die Kohlen aus dem Feuer und sichern sich auf Mittel- und Langdistanz jeweils den Gesamtsieg. Grandios, ihr zwei Maschinen!!!

Nach dem Rennen schaufle ich noch die obligatorischen Nudeln in mich hinein, bevor es heim geht zu Mutti und Vati. Neue Reifen sind bestellt, nach drei Totalschäden in den letzten Wochen nun aber die – hoffentlich robustere – „Snake Skin“-Variante. Man(n) lernt nie aus, auch nicht mit Anfang dreißig.

Und weil ich im Wettkampf momentan die Seuche habe, probiere ich es demnächst mal bei einer RTF: der Vier-Hübel-Tour. Bis dahin pannenfreies Vorankommen.

Ergebnisse: hier.

(c) by Diana Fink

Mittwoch, 26. Juli 2017

14. Kamm-Bike-Cross am 23.07.17

Der Wecker klingelt nach zu kurzer Nacht. Draußen schifft’s. Die Motivation hält sich sehr in Grenzen. Da muss ich jetzt durch, sind ja nur verhältnismäßig wenige Kilometer auf der Langstrecke des KBCs. Mehr als drei Stunden brauche ich da hoffentlich nicht.

In Johanngeorgencity bin ich recht zügig. Vor Ort übergebe ich meine Flaschen Herrn Daniel Kandler, der sich freundlicherweise samt seiner Freundin Diana anbietet, mich zu verbotteln. Ich wollte erst schreiben: „Vor Ort übergibt Flasche Daniel Kandler mir freundlicherweise seine Freundin Diana, damit ich sie verbuttle“, aber zum Glück lese ich mir den Text mindestens zweimal durch. Daniel K. kann selbst nicht mitradeln, weil sein linker Arm von einem und nicht seinem (!) Hund „zerfleischt“ wurde. Aber das wird wieder, sagt er. Gut so.

Kurz nach zehn rollt die Meute vor zum Start am Berg des Platzmannes. Bereits hier bin ich wegen meiner erdnuckelähnlichen, gedrungenen Sitzhaltung klitschnass durch die Gicht der Vorausfahrenden. Kalt ist es außerdem. Die übliche Standzeit dort nutze ich, um mich fix einigermaßen warmzufahren.
Vom Start weg ist es dann erst mal feucht von unten. Tretungeheuer Markus Thiel gibt die Schlagzahl vor, gefolgt von Benjamin bzw. Michael bzw. Benjamin Michael, dem besten Hobbyfahrer der Welt. Ich selbst komme mal wieder gar nicht gut weg. Auf den ersten acht Kilometern werde ich quasi von fast ganz vorne bis in Gruppe drei durchgereicht. Inzwischen ist es auch feucht von oben. Sehr feucht. Das ist immer der Augenblick, wo du dich fragst: „Warum mache ich das hier eigentlich?“ Die Waldautobahnen fahre ich mehr oder weniger allein, nur ein Kollege, den ich nicht kenne, ist bei mir und behütet mich vor den Kreaturen des Waldes. Am schlammigen Bergabstück zum Moor kann ich recht fix in die zweite Gruppe reinfahren, gänzlich überholt ist sie erst am steilen Anstieg zur Halde. Ziehsohn Christian Schröder und Bastian „HDW a. D.“ Wauschkuhn kommen in Sichtweite – und dieser gestörte Rico Lasseck. Als ich ihn überhole kurz vor den Schanzen, kneift mir die Sau in den Arsch. Unfassbar, das Luder gehört disqualifiziert! Und er meint noch, er habe sich seine rechte Hand bis heute nicht gewaschen. Voller Wut schließe ich zu CS auf, der aber gleich wieder Gas gibt die Schanzen empor, um seinerseits HDW a. D. aufzumischen. HDW kann ich am Freibaduphill stellen, ohne ihn in den Arsch zu kneifen, CS geht kurz vor mir in Runde zwei. Ich werde hervorragend verbottelt vom einarmigen Banditen Daniel K., um mich irgendwann wieder an CS heranzudrücken. Kaum dran, gibt der schon wieder Stoff. Für eine gleichmäßige Fahrweise ist er noch zu jung. Das Spiel geht jetzt die ganze zweite Runde so. Ich fahre stoisch mein Vati-Tempo, CS macht Intervalltraining. So richtig zusammen fahren wir eigentlich nie. Er braucht momentan bissl Zeit für sich, weil er gerade mitten in der Pubertät steckt. Für ihn ist nach zwei Runden und Gesamtplatz drei Feierabend, für mich steht noch eine weitere Runde im Pflichtenheft. Vielleicht geht ja noch was.

Daniel K. verbottelt mich erneut und gibt mir den Rückstand zum Dritten, unserem wahrhaftigen, einzigartigen, unzerbrechbaren FK, zu Gehör. Meine Lauschlappen fangen was von gut zwei Minuten auf. Kühlen Kopf bewahren, nicht abheben und das Treten nicht versäumen. Von hinten naht zunächst kein Unheil, also weiter nach vorne orientieren. Aber ich bekomme FK nicht ein einziges Mal ins Blickfeld. Sicher verhört und gut zwölf Minuten Rückstand wie üblich. Das Tempo behalte ich, so gut es geht, oben. Auf den schlammigen Abfahrten riskiere ich jedoch nicht ganz so viel, weil ich auf Arbeit von meinen Kolleginnen noch gebraucht werde. Irgendwann ist nach einigem Rumgeeier und ein paar wilden Drifts auch Runde drei Geschichte und mein Körper in eine Schlammschicht eingepackt. Zu FK fehlen mir nur noch achtzig Sekunden, aber gesehen habe ich ihn trotzdem nie, auch nicht im Ziel. Ein Phantom. Zu den ersten zwei Helden um Benjamin bzw. Michael bzw. Benjamin Michael und Dr. O fehlen kleine Welten, die noch zu reduzieren sind durch drastische Diät bei gleichzeitig mehr Schlaf und hoffentlich bald weniger Stress auf Arbeit. Teamkollege Mike Baumann kommt knapp fünf Minuten nach mir ins Ziel, Laura etwas später als letzte Frau auf der Langstrecke. Da sich keine weiteren Damen auf die Langstrecke trauen und weil unsere Laura ohnehin sauschnell ist, bedeutet das gleichzeitig den Sieg. Letztendlich kommen alle TBR-Heizer irgendwie aufs Podium, so auch Drei-Meter-Mann Lars, dessen Unmengen Wixe ich nun schon zum zweiten Mal umsonst mit mir herumschleppe. Kettenwixe vom Sponsor, versteht sich. Und immer ist dieser Typ weg oder nicht da, oder die Waschmaschine daheim ist kaputt.

Ziehsohn Christian rehabilitiert sich, indem er sich für seinen Vati am leider einzigen Kärcher anstellt und knapp eine Stunde dafür benötigt. In der Zwischenzeit wird sich arschkalt geduscht. Und Diddis obligatorischer Eierlikör trägt anschließend erheblich dazu bei, dass ich mein Traumgewicht wieder verfehlen werde. Geschmeckt hat er trotzdem, der Likör. Nach dem Chillen mit meinen Teamkollegen geht es auch schon wieder nach Hause – wie immer gesittet. Meistens. Zumindest recht oft. Hin und wieder. Ach, scheiß drauf!

Salut.

Ergebnisse: hier.

(c) by Diana F. & Daniel K.

(c) by Diana F. & Daniel K.
(c) by Diana F.

Dienstag, 11. Juli 2017

10. Zwei-Stunden-Rennen in Frauenstein am 09.07.17

Seit Markersbach Ende Mai ist es mein erstes MTB-Rennen, vorher hatte ich keine Lust auf MTB und vor allem aber keine Zeit, weil die meisten Rennen samstags stattfanden. Samstags muss ich immer anderweitig schaffen, weil in der Woche nüscht wird bei mir. Abends zuvor beim Kettenblattwechsel stelle ich fest, dass der Spider meiner Kurbel womöglich das Zeitliche gesegnet hat. Zum Glück hat man als IT-Mensch ein 1-zu-1-Backup in einem orthografisch abgetrennten Raum liegen, sprich im Keller, und montiert halt das. Dazu noch ein neues Ritzelpaket hinten, passt schon. Was man jedoch vorher zwingend tun sollte, ist, die Mühle einzufahren. Nicht so ich. No risk, no fun. Und normalerweise wirst du nach einem Getriebewechsel fünf Startplätze nach hinten versetzt, aber in Womenstone, wo das heutige Rennen stattfindet, drückt man ausnahmsweise ein Auge zu.

Mehr als die Hälfte der TBR’ler sind am Start, FK allerdings dieses Mal nur als Edelverbottler und Auf-die-Söhne-Aufpasser. Nicht meine, sondern seine. Mein Sohn fährt ja das Rennen mit. Das Warmfahren fällt flach, und Laura muss ich vorher auch noch nachmelden, die samt Familie sehr, sehr spät dran ist.

Um zehn geht’s los aus Startreihe eins. Gleich auf den ersten zwei Kilometern passieren zwei Stürze direkt vor mir. Das ist doof, weil man abbremsen bzw. ausweichen muss und die Vorderleute verliert. Abgesehen davon drehen die Beine cheise, die Spritzigkeit, sofern ich so etwas ansatzweise besaß, ist die letzten Wochen durchs Rennradeln weitestgehend flöten gegangen; ich komme nicht gut vom Fleck, aber ich fliege nicht auf die Schnauze wie manch anderer. Teamkollege Bastian Wauschkuhn alias HDW a. D. beispielsweise nimmt als promovierter Geologe bergab eine Bodenprobe mit seiner rechten Gesichtshälfte. Er ist wohl etwas zu schnell darunter gefahren und dabei über den Lenker abgestiegen. Die Sanitäter helfen ihm aber bereits wieder auf die Beine. Durchatmen. In ein paar Tagen ist der Dreck dann sicher auch wieder rausgeeitert.

Im leider nur mäßigen Renntempo ziehe ich fortan meine Bahnen, unsere beiden Youngsters Christian Schröder und Mike Baumann befinden sich noch vor mir. Irgendwann sehe ich Ziehsohn Christian am Ziel stehen. Bei ihm schlug der Mann mit dem Hammer zu. Man munkelt, er sei etwas zu lange auf dem Limbacher Stadtfest gewesen, um seiner 70er-Jahre-Lieblingsband Pussycat zuzulauschen. MB hole ich in Runde drei oder vier wieder ein. Die Verbottlungen durch FK klappen reibungslos, auch wenn ich ihm zweimal fast den Arm auskugle dabei.

Die folgenden Schleifen befinde ich mich ununterbrochen in Gesellschaft der Herren Lattner und Stephan, sozusagen im Radfabrik-Sandwich. Der Drops nach vorne ist längst gelutscht, also geht es nur noch um Schadensbegrenzung und darum, nicht umrundet zu werden und den alten Mann und sein nicht so ganz eingefahrenes Bike heil über den Kurs zu bringen. In der letzten Runde gibt’s dann noch zwei Kollisionen: eine harmlose mit Onkel Diddi Sonntag und eine heftigere etwas später mit einer Framöter – einer Frau mit Köter. Sie erdreistet sich nämlich, in einer schnellen Rechtskurve kurz vor Ziel in der Ideallinie zu spazieren. Ihre Fußhupe verfehle ich knapp, nicht aber ihren Rucksack. Rums. Selber schuld, liebe Dame. Herr Lattner zog schon etwas vorher am Gashahn, ich reagiere gar nicht erst. Soll er nur machen, geht mich nichts an, keine Lust, Mut zur Pause. Als Achter komme ich im Ziel an. Ohne Krämpfe dieses Mal. Genug getrunken und gleichzeitig zu langsam gefahren.
Laura siegt haushoch bei den Damen, wird 18. bei den Männern und befindet sich noch in derselben Runde mit mir. Das zeigt, wie stark unsere LH zurzeit drauf ist und wie’s bei mir aussieht. Im Ziel meint sie auch noch, ich hätte eine Wampe. Der Tag ging schon bescheiden los daheim, das Rennen war Grütze, und nun noch das. Verbale Zerstörung eines sowieso schon moralisch angeknacksten Individuums. Es gibt Frauen, die sich hinter den Zug werfen oder aus dem Erdgeschossfenster stürzen, wenn die so etwas gesagt bekommen, aber zum Glück bin ich keine Frau, wohne im 2. Stock, und eine Schiene in der Nähe habe ich auch nicht gesehen. MB und HDW a. D. erreichen natürlich auch das Ziel, mehr oder weniger neu tapeziert.

Später werden noch neue Klamotten unter uns Fahrern verteilt und Unmengen an Kettenwixe vom Sponsor. Die einen nehmen es für die Kette, die anderen … Kein Kommentar. Ohne auch nur ansatzweise die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, geht’s mit dem Ziehsohn wieder Richtung Karl-Marx-Stadt. Daheim gleich auf die Waage gestellt – das erste Mal in der neuen Wohnung. Und vermaledeit, die Laura hat mehr als recht. In den nächsten zwei Wochen werde ich als nun Zweitdickster im Team versuchen, so 15 bis 20 kg abzunehmen, damit ich beim KBC wieder vernünftig mitmischen und reinhalten kann. Obwohl, ich habe gehört, dass Frauen auf kleine Bäuchlein bei Männern stehen …

In diesem Sinne. Spocht frei!

Ergebnisse: hier.

(c) by dem Diddi Sonntag seiner Frau

Mittwoch, 31. Mai 2017

19. Erzgebirgsradrennen in Markersbach am 28.05.17

Für viele ist es das Nonplusultra, das Saisonhighlight schlechthin, der Peak des ganzen Jahres: das DFB-Pokalfinale. Und am Folgetag findet das Erzgebirgsradrennen in Markersbach statt, schon zum neunzehnten Mal.

Die Sonne brennt, die Klimatronik der Ingolstädter „Gehhilfe“ läuft auf vollen Touren – es ist Sommer mitten im Frühling. Und ich bin nicht nur wegen der Temperaturen eigentlich völlig im Arsch, denn in den letzten paar Wochen ging es drunter und drüber privat. Aber Markersbach muss sein, besonders für Fahrtechnikantitalente und Drückerheinis wie mich. Angemeldet bin ich fix, jedoch hätte ich nicht geglaubt, dass man noch weiter unten parken kann als letztes Jahr, aber es geht! Egal, da habe ich meine Ruhe und kann in Ruhe schaffen. Bin eh knapp dran, was ja nix Neues ist in meiner Vita.

Fünf Minuten vor 11 Uhr rolle ich nach dem „Warmfahren“, was schon das eine oder andere Defizit offenbart, in die Startaufstellung und begrüße meinen Ziehsohn Christian Schröder und meinen Ziehvater Lars Strehle. Letzterer war mit drei Jahren schon geschlechtsreif, also bitte nicht wundern. Und Laura Hoffmüller steht auch neben mir ganz vorne im schicken blauen Zweiteiler. Ihr Huf ist wieder intakt durch Wunderheilung, ihr Magen rumort aber noch.

Auf los geht’s los. Den ersten Anstieg zum Oberbecken noch human, nach der Abfahrt zum Ephraimhaus dann im Renntempo. Maschine Robert Walther setzt sich gleich mal ab am langen Gegenanstieg, gefolgt von den Kameraden Julius Wagler und Patrick „Patte“ Oettel. Dahinter der Drei-Mann-TBR-Zug aus Ziehsohn bzw. Enkel CS, aus Sohn bzw. Ziehvater GA und aus Opa bzw. Odin Allvater LS. Patte lässt vorne reißen, später Kamerad Julius auch. Wir sammeln sie nacheinander ein. Während sich Julius aber verbissen nach vorne Richtung Maschine orientiert, muss sich Patte gänzlich nach hinten verdrücken, auch wenn ihm der Abschied schwer fällt. Wir fahren jetzt mehr oder weniger zu viert Onkel Robert in Respektabstand hinterher. Julius tritt eingangs der Rampen immer mächtig drauf, um oben etwas langsamer zu werden. Ich lasse mich davon nicht aus der Ruhe bringen, fahre meinen Stiefel und uns zwei-, drei-, vier-, fünfmal wieder an Julius Caesar heran, ohne alle Würfel fallen zu lassen; die Legionäre Christian und Lars immer schön im Schlepptau, versteht sich. Die Familie hält zusammen. Das geht so bis zur Auffahrt zum Col de Fichtel, wo völlig unerwartet mein rechtes Oberschenkelchen verkrampft. Nanu, schon nach 30 km? Was'n da los? Mein Huf ist 'ne dumme Sau. Mit anderthalb Beinen habe ich kaum eine Chance, das Hinterrad meines Ziehsohns zu halten, komme aber in der schnellen Abfahrt wieder heran, weil Masse und 4-zu-1-Übersetzungen gut rollen. An den Asphaltgegenanstiegen im Wald kann ich blöderweise nur noch reagieren, wenn CS oder der Drei-Meter-Mann reinlatschen, aber das Angasen geht nicht mehr. Dumme Sache. Im letzten Flachstück zum Ziel funktioniert dann nüscht mehr, ich muss den rechten Huf aus dem Pedal nehmen und stretchen. Autsch. Na ja, dass ich dann am finalen Anstieg schlechte Karten habe, versteht sich von selbst. Völlig unverfroren zieht mein Ziehsohn an mir vorbei. Gut Kind will Keile haben. Und Stubenarrest gibt's obendrauf, zumal sich CS noch seiner Flasche entledigt, um Gewicht zu sparen! Sein drei Meter großer Opa folgt gleich darauf. Das gibt 'ne Rationierung der Beta-Blocker! Für mich reicht es dieses Mal nur zu Platz fünf. Maschine Robert siegt vor Kamerad Julius, der uns zwischenzeitlich am Col de Fichtel etwas enteilte, und CS. Greis Lars wird – wie immer in Markersbach – Vierter. Bei den Damen haut Laura einen raus und siegt trotz Würfelhusten und Flitzekacke.

Weil nach dem Rennen vor dem Rennen ist, versuche ich, mir in Begleitung meiner TBR-Familie den Knoten aus dem Schoberenkel zu fahren, was bis heute noch nicht wirklich funktioniert hat. Man(n) wird halt nicht jünger. Die Siegerehrung muss ich ausnahmsweise aus Zeitgründen sausen lassen, aber mein Ziehsohn hat sich ja für mich hingestellt und geopfert, dünkt mich, und die knapp 25 Jahre Altersunterschied sieht man eh nicht – oder kaum.

Ab Juni sollte nun wirklich wieder etwas Normalität bei mir einkehren, ich mehr Schlaf und etwas mehr Zeit fürs Training finden. Dann zeige ich dem Ziehsohn und Opa Lars, wo Affe Bimbo Wasser lässt.

Bis die Tage.

Ergebnisse: hier.

(c) by Yan Doss